Fachgespräch mit Familie Nonnenmann und Bürgermeister Clemens Götz: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts) auf dem Schweichinger Hof. Foto: Büro Fuchtel Foto: Schwarzwälder Bote

Mehrgenerationen-Projekt: CDU-Abgeordneter zu Besuch auf Schweichinger Hof in Althengstett / Bedarf und Nachfrage steigen

Althengstett. Ein echtes Mehrgenerationen-Projekt ist in den Augen des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (CDU) der Schweichinger Hof in Althengstett. Die große Leidenschaft der Familie Nonnenmann: Sie betreibt einen Hof mit Schwerpunkt Pferdepension und -zucht.

Drei Generationen begrüßten den Parlamentarischen Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der in Begleitung von Bürgermeister Clemens Götz, Gemeinderätin Angelika Holzäpfel sowie der stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Ingrid Bauer den Betrieb im Rahmen seiner Wahlkreis-Tour besuchte.

Betriebsgründer Werner Nonnenmann war mehr als vier Jahrzehnte mit seinen Kaltblutpferden in den Wäldern der Region zum Holz­rücken unterwegs. Heute lebt er mit Ehefrau Marliese auf dem Hof und unterstützt seine beiden Kinder bei der Arbeit. Seine Kaltblüter – zwei stammen noch aus der schweren Holzrückarbeit – werden zuweilen als Zugpferde bei Festzügen eingesetzt. "Es ist heute so viel los wie die restlichen sechs Tage der Woche auch", sagte der Senior angesichts der Anwesenheit von nicht wenigen Pferdebesitzern, die mit ihren Tieren beschäftigt sind, aber auch Fachfragen haben.

Dank für Unterstützung

Der Seniorchef berichtete vom Werdegang des Betriebes im Ortsinnern und der Aussiedlung in den 1990er- Jahren. "Wir sind heute noch für die Unterstützung durch den Bürgermeister dankbar. Allerdings gab es damals keine Zuschüsse", fasste er zusammen. Auch der heutige Rathauschef unterstrich das Gemeindeinteresse an dem Betrieb und lobte das große Arbeitspensum.

Tochter Christina Schmid lebt mit ihrem Mann und den drei Kindern auf dem Hof. Sie trägt die Hauptlast des Betriebes. Sohn Jörg Nonnenmann arbeitet im Nebenerwerb ebenfalls mit, wobei auch die Unterstützung durch Ehefrau Ina immer notwendiger wird, denn die Aufgaben auf dem Hof erfordern starke Präsenz. Die knapp 40 Pferde kann man weder am Tag noch nachts allein lassen. Wer die Sorge um die Vierbeiner ernst nehme, sei mit der Gestaltung einer guten Aufzucht weit mehr als acht Stunden täglich gefordert, wissen die Nonnenmanns zu berichten.

Nach einem ausführlichen Betriebsrundgang setzte man sich noch zum fachlichen Austausch zusammen. Der Gebäudeunterhalt, Wiesen, Koppeln, die Futterlieferungen für die Pensionspferde, die Anforderungen zeitgemäßer Tierhaltung sowie Zukunftsperspektiven waren die Themen. Die Pferde haben auf den verschiedenen Koppeln viel Auslauf. Bei der Gelegenheit wird vor allem deutlich: Pferde richtig zu pflegen, braucht viel Sachverstand.

Der Parlamentarische Staatssekretär zeigte sich beeindruckt von den unterschiedlichen Standbeinen der Familie und der Motivation, die Landwirtschaft in der nächsten Generation fortführen zu wollen.

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