Etliche Ottenbronner informierten sich im Oktober 2019 im Mehrzweckraum des Vereinsheims in Ottenbronn über die Pläne für ein neues Baugebiet. Foto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Ortsentwicklung: Städtebauliche Studie für künftiges Baugebiet Wasenäcker wird vorgestellt

Althengstett-Ottenbronn (msw). Bereits vor etwa eineinhalb Jahren, im Oktober 2019, war die Resonanz riesig: Damals hatte die Althengstetter Gemeindeverwaltung die Bevölkerung in der Mehrzweckhalle über die Erschließung neuer Baugebiete in Ottenbronn informiert. Am kommenden Montag sollen die Ottenbronner an selber Stelle über den Stand der Dinge informiert werden.

Der Hengstetter Gemeinderat hatte auf Vorschlag des Ottenbronner Ortschaftsrats beschlossen, die im Flächennutzungsplan als Bauerwartungsland ausgewiesene Grünfläche zwischen Garten- und Wasenstraße zum Baugebiet zu entwickeln. Mit der Erschließung wurde das Erschließungsbüro KBB beauftragt. Am kommenden Montag sollen eine städtebauliche Studie des Planungsbüros Schöffler vorgestellt und die Anregungen der Bevölkerung dazu aufgenommen werden. Die Anzahl der Teilnehmer war wegen Corona auf maximal 70 Personen beschränkt worden, und Einlass gibt es nur mit einem negativen Corona-Schnelltest.

Zuwachs stagniert

Seit gut 20 Jahren stagniere der Bevölkerungszuwachs in den drei Teilgemeinden Althengstett, Neuhengstett und Ottenbronn, hatte Bürgermeister Clemens Götz im Oktober 2019 ausgeführt. Durch die Ansiedlung von Bosch in Renningen und den allgemeinen Bevölkerungszuwachs im Großraum Stuttgart sei die Nachfrage nach Bauland immens hoch. Daher stelle sich für die Kommune die Frage, ob es Möglichkeiten gebe, diesen Bedarf durch ein neues Wohngebiet zu befriedigen.

Aufgrund des seit 2017 geschaffenen Paragrafen 13 b des Baugesetzbuches bestehe die Möglichkeit, auch Flächen, die nicht im Flächennutzungsplan als Baugebiete ausgewiesen sind, hierfür in Betracht zu ziehen, hatte Ortsvorsteher Richard Dipper erläutert. Davon betroffen wären rund um Ottenbronn drei Gebiete, die aber aufgrund der verkehrstechnischen Anbindung nur schwer in Frage kamen. Zudem stellte Dipper fest, dass diese Regelungen nur greifen könnten, wenn es im Innenbereich nicht noch Flächen gäbe, die hierfür geeignet wären.

Eine solche Fläche sei mit dem Gebiet Wasen­äcker vorhanden, sodass im Sinne eines nachhaltigen Flächenverbrauchs dieses Gebiet primär in Frage käme. Zudem sei durch eine intelligente Anordnung der das Gebiet durchziehenden Straße auch eine verkehrstechnische Entlastung der Wasenstraße machbar.

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