In den vergangenen vier Jahren hat der Seniorenrat Althengstett bereits ein vielfältiges Programm für die älteren Mitbürger auf die Beine gestellt. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Feuerwehr ging es beispielsweise um Rauchmelder. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Althengstetter Seniorenrat stellt seine Arbeit vor / So mancher Tiefschlag bleibt nicht aus

Von Bettina Bausch

 

Althengstett. Im Althengstetter Gemeinderat sah man nur zufriedene Gesichter, als die Vorsitzenden Ernst Hempel und Gerhard Fauti vom Seniorenrat über die Arbeit ihres Vereins berichteten.

Was die ehrenamtlichen Mitarbeiter in nur vier Jahren seit der Gründung ihrer Institution aufgebaut und geleistet haben, ist erstaunlich. 60 bis 90 Senioren machen inzwischen bei den Veranstaltungen mit. "Man muss den alten Leuten nur etwas anbieten und schon sind sie dabei", freute sich Hempel.

Der Althengstetter Seniorenrat hat in der Tat inzwischen ein riesiges Angebot vorzuweisen. Zwei Handwerker des Vereins übernehmen auf Anforderung kleinere Reparaturen im Haushalt älterer Menschen. Ebenso werden kostengünstig Rauchmelder montiert. Immer wieder finden auch gesellige und informative Ausflüge statt. "Wir wollen erreichen, dass die Senioren an die frische Luft und unter die Leute kommen", unterstrich Fauti. Sehr gut werden auch die verschiedenen Vorträge angenommen, deren Themen den Interessen älterer Menschen gut angepasst sind.

Die Vorstandsmitglieder haben unter der Federführung von Hempel eine Broschüre erarbeitet, in der alles Wichtige zusammengefasst ist, was Senioren regeln sollten. Die Themen reichen von der Patientenverfügung über Vollmachten für Angehörige bis hin zu Vorschlägen über Art sowie Ort der Aufbewahrung solcher wichtiger Dokumente.

Im Hinblick auf die Entstehung eines Mehrgenerationenplatzes in Althengstett meldete Hempel die Schaffung eines Boule-Platzes an. "Gerade bei solchen Spielen können sich Alt und Jung besonders gut näher kommen", unterstrich er.

Neben den vielen positiven Aktivitäten des Vereins gibt es auch immer wieder kleinere Rückschläge. Enttäuschend sei zum Beispiel gewesen, dass eine Anfrage bei Mitgliedern des Handels- und Gewerbevereins zum Thema Seniorenfreundlichkeit kaum auf Interesse gestoßen sei. Ernüchternd sei auch gewesen, dass die Gebühr für den Standplatz des Seniorenrats beim Fleckenfest 300 Euro gekostet hatte. "Auch wenn wir mal scheitern, machen wir trotzdem weiter", sagte Hempel.

"Sie nehmen immer wieder Neues in Angriff. Das zeigt, wie jugendlich sie sind", hob Bürgermeister Clemens Götz hervor. Der Verein habe eine ungeheure Eigendynamik entwickelt, und darauf könne man zu Recht stolz sein.

Hempel freute sich darüber, dass an dem regelmäßigen Stammtisch der Senioren auch schon einmal ein Gemeinderat teilgenommen hat. Durch die Ratsmitglieder könnten die älteren Mitbürger aus erster Hand erfahren, was kommunalpolitisch derzeit passiere.

"Es ist beeindruckend, mit wieviel Vielfalt sie gegen die Vereinsamung von alten Menschen vorgehen", lobte Gemeinderat Lothar Kante.

Hempel wünschte sich, dass noch mehr Menschen aus den Ortsteilen Neuhengstett und Ottenbronn zum Seniorenrat stoßen und dort mitmachen.