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Althengstett Kita wird zum Forschungslabor

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Unter Anleitung von Erzieherin Melanie Hofmann (links) säten die Kinder Kresse aus, gossen gemeinsam das längliche Beet und durften wenige Tage später die grünen Blättchen ernten. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Nachhaltig und günstig erzeugte Energie sparsam und effektiv einsetzen – bei der Umsetzung des "Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts" sollen sich die Althengstetter aktiv einbringen, und zwar von Kindesbeinen an. Wie das funktionieren kann, wird derzeit in der Kita Nordstraße deutlich.

Althengstett. Klimaschutz geht nicht nur die Erwachsenen an, auch die Kleinsten in der Kommune sollen so gut wie möglich darüber Bescheid wissen. Sie werden mit einem besonderen Projekt kindgerecht an das Thema herangeführt. "Jugendlichen wurde das zum Beispiel durch die ›Expedition N‹ oder jetzt aktuell als Veranstaltung im Sommerferienprogramm nähergebracht. Für die kleinsten Bürger möchten wir dies nun ebenso ermöglichen", äußerte sich der Klimaschutzmanager der Gemeinde, Johannes Heberle, gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Bei der "Expedition N" konnten die jugendlichen Besucher in der Ausstellung in einem zweistöckigen Fahrzeug unter anderem die Einflussfaktoren der Energiewende aus der Perspektive des Verbrauchers, Versorgers sowie Verwalters kennenlernen.

Förderung durch das Land bekommen

Für die etwas Jüngeren stand neulich beim Sommerferienprogramm eine Veranstaltung zum Thema "Klimawandel – Erneuerbare Energie – Nachhaltigkeit" an. Der Arbeitskreis Energie Althengstett und die Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw übernahmen die Gestaltung des Programmpunkts, bei dem die Teilnehmer unter Anleitung ein Windrad sowie ein Elektroauto bauen durften. Außerdem testeten sie die Vor- und Nachteile verschiedener Glühbirnen.

Während der Ferienbetreuung im Kindergarten Nordstraße gibt es für die Jüngsten noch bis Ende der kommenden Woche einige Experimente beziehungsweise Aktionen, die eng mit den Themen Klima und Umwelt verknüpft sind. Laut Heberle handelt es sich dabei um Inhalte aus einem Bildungsordner der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes Baden-Württemberg (KEA), die den Kindergärten zur Verfügung gestellt wurde. "Eine kleine Förderung durch das Land im Rahmen von ›KlimaschutzPlus‹ haben wir durch die Hilfe des Landkreises Calw dafür organisiert", sagt Heberle.

Erzieherin Hofmann setzt das Projekt in der Kita Nordstraße in Kleingruppen um. Sie hat die passende Experimente ausgewählt und übernimmt sozusagen als Forschungsleiterin deren Umsetzung gemeinsam mit den Kindern. "Das Thema Sonnenuhr haben wir wegen des Wetters auf die zweite Woche verschoben. Dafür waren die Kinder bereits bei der Kohlenmalerei begeistert bei der Sache", erzählt die Erzieherin. Mit Spannung haben die Kleinen diese Woche ein weiteres Experiment und vor allem dessen Ergebnis erwartet. "Wir legen heute Mini-Treibhäuser an und wollen darin Kresse züchten", so Hofmann zu Beginn der Woche. "Die Kinder sollen herausfinden, warum diese unter einer Glashaube schneller wächst." Es werde gar nicht für ausführliche Erklärungen ausgeholt, sondern die Kinder sollen selbst tätig werden dürfen, beobachten und dadurch begreifen, was passiert.

Mit Kopf, Herz und Hand sollen sie an den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen herangeführt werden. Für die Umweltbildung nutzen Hofmann und ihre Kollegen einen idealen Ansatzpunkt: den natürlichen Forscherdrang und die große Begeisterungsfähigkeit der Kinder.

Hand in Hand gelingt die Arbeit

Spielerisch lernen die Jungen und Mädchen durch die Experimente, dass Natur und Umwelt wichtige Bestandteile des Lebens sind, für die der Mensch Verantwortung trägt. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt wird das Anlegen der Mini-Gewächshäuser aus Weck-Gläsern. Dazu wird ein länglicher Blumenkasten gut mit Erde befüllt, diese mit kleinen Schaufeln gleichmäßig verteilt und etwas festgedrückt. Fast schon andächtig säen die die Jungen und Mädchen die Kressesamen im gesamten Kasten aus. Und auch das anschließende Gießen geht Hand in Hand. Einer holt Wasser mit der Kanne am Waschbecken, die anderen in der Vierergruppe dürfen abwechselnd das Nass auf die Samen leeren. Und dann noch die Gläser kopfüber auf Erde und Samen gesetzt – fertig sind fünf Mini-Gewächshäuser.

Der Kindergarten Nordstraße mit Außengelände bleibt jetzt noch für einige Tage ein Forschungslabor. Es steht unter anderem noch ein Experiment mit Luftballons an, die sich durch Wasserdampf wie von Zauberhand ausdehnen werden, und das Basteln eines Windrads. Als Abschluss zweier äußerst spannender Forscher-Wochen kündigt Hofmann einen Ausflug auf den Spielplatz an.

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