Geflüchtete und Einheimische werden in gemeinsamer Arbeit beim Haus "Am Gleis 1" einen Gemüsegarten anlegen. Foto: Bausch

Arbeitskreis Asyl arbeitet gemeinsam mit Flüchtlingen. Gemüsegarten und Begegnungsraum soll entstehen.

Althengstett - Nachdem der Arbeitskreis Asyl in der Gäugemeinde Althengstett eine stattliche Förderung des Landes zugesagt bekommen hat, sind die Vorbereitungen für zwei interkulturelle Projekte in vollem Gange.

Diese Projekte sollen in Zukunft in der Gäugemeinde Althengstett Einheimische und Geflüchtete einander näherbringen. Durch die Förderung in Höhe von 30.000 Euro des Landes Baden-Württemberg wird im Ortsteil Althengstett ein Gemeinschaftsgarten angelegt und in Neuhengstett eine Begegnungsstätte entstehen.

Die Bemühungen um die Integration geflüchteter Menschen bekommen dadurch einen neuen Schub. "Der neu gestaltete Raum soll eine Stätte der Begegnung für alle Bürger werden. Es ist ein Projekt mit, aber auch nicht nur für Flüchtlinge, ganz nach dem Motto ›Gemeinsam in Vielfalt‹", hebt die Althengstetter Flüchtlingsbeauftragte Barbara Ogbone hervor.

Der Anfang zur Umgestaltung des Begegnungsraumes ist bereits gemacht. Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer haben kräftig für die gute Sache geschwitzt und den ehemaligen Verkaufsraum der Metzgerei Schubert gemeinsam entrümpelt und ausgeräumt. Dort wird unter anderem ein Computerplatz mit Internetzugang eingerichtet, der für jedermann zugänglich sein soll.

Außerdem wird der neue Sozialraum, die Möglichkeit zu "Begegnungen von Flüchtlingen und Einheimischen auf Augenhöhe" ermöglichen, so Ogbone.

Zahlreiche Migranten kommen zu erster Besprechung

Auch bei der Gestaltung des Gartens beim gemeindeeigenen Haus "Am Gleis 1" wurde jetzt ein Anfang gemacht. Dabei stand den fleißigen Helfern der Gartenbaufachmann Andreas Lötterle ehrenamtlich mit seinem Rat zur Seite. Er stellte fest, dass der steinige Boden auf dem Areal in seinem jetzigen Zustand für den Anbau von Gemüse nicht geeignet ist.

Einige Ladungen Mutterbodens, den der Bauhof beisteuern könne, könnte das vorhandene steinige Erdreich zu Gartenbauqualität veredeln. Ogbone freut sich, dass die Bewohner des Gebäudes, zumeist Migranten, ihre Mithilfe zugesagt haben und schon zahlreich zu einer ersten Besprechung gekommen waren.

Der Flüchtlingsbeauftragten ist neben der Möglichkeit zur gemeinsamen Gartenarbeit und dem Anbau von Gemüse sowie Kräutern noch etwas anderes wichtig: "Wir freuen uns auf zwei spannende Projekte, die hoffentlich viele Menschen zusammenbringen werden", meint sie.