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Althengstett Im Gäu treten einige Neulinge an

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Ganz gezielt und listenunabhängig dürfen Wähler am Sonntag entscheiden, wer die nächsten fünf Jahre die Geschicke in ihrer Kommune im Gemeinderat ­mitbestimmt. Darunter sind in den vier Gäugemeinden annähernd 700 U18-Wähler.

Althengstett/Gechingen/Os­telsheim/Simmozheim. Kindergartenneubauten, Hermann-Hesse-Bahn, Hochwasserschutz, innerörtliche Entwicklung oder Königsdisziplin kommunaler Haushaltsplan – in den kommenden fünf Jahren werden sich die neu gewählten Ratsmitglieder mit den vielfältigsten Themen auseinander setzen. Für die Kommunalwahl und eine Kandidatur ließen sich im Gäu ausreichend Bewerber begeistern. Wie berichtet, haben sich in Ostelsheim und Althengstett sogar zwei neue Listen zusammengefunden, die in die jeweiligen Ortsparlamente einziehen wollen.

  Althengstett

In der größten Gäugemeinde Althengstett gibt es in allen drei Ortsteilen 6327 Wahlberechtigte. Davon dürfen 396 Wähler unter 18 an die Wahlurne. "Mehr als 1200 haben sich für die Briefwahl entschieden", äußert sich Hauptamtsleiterin Gudrun Stahlhut, die die Kommunalwahl federführend organisiert, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten.

In den Urnenwahlbezirken seien am Sonntag und Montag 40 Wahlhelfer und vier Springer auf Abruf eingeplant, für die Briefwahl 13. Da ist Konzentration und Durchhaltevermögen gefragt. Auf die Frage, wie man an Wahlabenden als Rathausmitarbeiter und Wahlhelfer mental und physisch fit bleibt, kommt aus dem Bürgeramt spontan die freilich nicht ernst gemeinte aber umso spontanere Antwort: "Wodka und Yoga – wir können noch lachen!" "Die Gemeinde versorgt die Wahlhelfer in sämtlichen Wahlbezirken mit Brezeln, belegten Brötchen, Obst und ausreichend Getränken", erklärt die Amtsleiterin.

  Gechingen

Zur Zahl der Wahlberechtigten in der Nachbargemeinde Gechingen macht die dortige Verwaltung folgende Angaben: Europawahl 2166, Kreistagswahl 2351 und Gemeinderatswahl 2346 (jeweils ohne Wahlschein). "Bei der Kommunalwahl dürfen 35 ab 16-Jährige wählen", heißt es aus dem Gechinger Bürgerbüro. Mitte der Woche seien für die Europawahl 539, für die Kreistagswahl 541 und für die Gemeinderatswahl 540 Briefwähler erfasst gewesen. Am Sonntag sind in Gechingen 24, am Montag 22 Wahlhelfer im Einsatz.

  Ostelsheim

Rund 2000 Wahlberechtigte bei der Kommunalwahl und etwa 1800 bei der Europawahl gibt es laut Kämmerer Fabian Dieringer in Ostelsheim. Rund 80 U18-Wähler dürften bei der Kommunalwahl mit abstimmen. 350 Briefwähler wurden bis Ende der Woche in Ostelsheim gezählt. "Inklusive der Mitglieder des Gemeindewahlausschuss und des Briefwahlvorstands sind am Sonntags 22, am Montag 19 Personen im Einsatz", so Dieringer.

  Simmozheim

"Wir haben 2302 Wähler in Simmozheim, davon sind 141 Jungwähler", erklärt Katrin Stüber (Abteilung Bürger & Service) gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Bis Donnerstag hatten 474 Simmozheimer Briefwahl beantragt. "Erfahrungsgemäß werden nicht alle Briefwähler ihre Briefwahlunterlagen abgeben", so Stüber.

Insgesamt seien 25 Wahlhelfer am Sonntag und Montag im Einsatz. "Es gibt eine Schicht vormittags und eine nachmittags. Um kurz vor 18 Uhr treffen alle wieder zur Ergebnisermittlung ein. Für die Wahlhelfer stehen in Simmozheim Getränke, Kaffee, Tee, belegte Brötchen und süße Stückle zur Verpflegung bereit."

1003 Personen geben Auskunft bei Umfrage

Das Interesse an der Kommunalwahl ist in ganz Baden-Württemberg auch diesmal sehr hoch. Das ergab der BW-Trend von Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks. 69 Prozent der Befragten sagen demnach, dass sie sich sehr stark oder stark für die Wahlen in ihrer Kommune interessieren. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor der Kommunalwahl 2014. Dagegen gaben 26 Prozent (minus vier Prozent) an, sich weniger für die Kommunalwahl zu interessieren und fünf Prozent (minus vier) interessieren sich gar nicht dafür. Auffällig ist laut Auswertung, dass sich vor allem ältere Wahlberechtigte stark oder sehr stark für die Wahl interessieren. In der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen sind es nur etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent). Das Berliner Meinungsforschungsinstitut hatte dafür 1003 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg im Zeitraum vom 9. bis 14. Mai telefonisch befragt.

Eine weitere Erkenntnis der Erhebung: Bei ihrer Wahlentscheidung zum Gemeinderat orientieren sich die Wähler in erster Linie an den Kandidaten (81 Prozent) und den Positionen der Parteien zu den lokalpolitischen Sachfragen (74 Prozent). Weniger wichtig für die Entscheidung, für wen gestimmt wird, sind die langfristige Parteibindung (34 Prozent) und der Wahlkampf der Parteien (31 Prozent). Jetzt steigt die Spannung bei den Wählern, bei den Kandidaten, die sich um den Wiedereinzug in den Gemeinderat bewerben, und erst recht bei denen, die sich zum ersten Mal zur Wahl stellen.

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