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Althengstett Ärger über fehlendes Bus-Häuschen

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Dass es keine Überdachung an der Haltestelle gibt, ärgert die Mutter einer Schülerin. Foto: Fritsch

Althengstett - Das Buswartehäuschen im Althengstetter Starenweg – an der Haltestelle Richtung Calw – steht noch immer nicht. Eine Mutter, deren Tochter dort täglich auf den Bus wartet, kann das nicht nachvollziehen. Schließlich warten die Fahrgäste immer öfter im Regen und in der Kälte.

Warum dauert es so lange, bis die Bushaltestelle im Starenweg ein Wartehäuschen bekommt? Diese Frage treibt eine Althengstetterin um, deren Tochter von dort aus immer nach Stammheim fährt. Bereits vor anderthalb Jahren hatte die Frau, die ihren Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, deshalb erstmals bei der Gemeinde angefragt. Dass sich eineinhalb Jahre später immer noch nichts tut, versteht sie nicht.

Gemeinde muss Grundstück kaufen

Denn ihre Tochter, die das Maria von Linden-Gymnasium (MvLG) in Stammheim besucht, wartet wie alle anderen, die dort in den Bus einsteigen wollen, bei Wind und Wetter ohne ein Dach über dem Kopf. Jetzt, wo es wieder öfter regnet und bald der erste Schnee kommen könnte, fragt sich die Althengstetterin erst recht, warum das von der Gemeinde längst angeschaffte Buswartehäuschen bis dato im Bauhof lagert, statt endlich an Ort und Stelle errichtet zu werden.

Hans Wurster, Ortsbaumeister und Leiter des Bauamts, hatte der Frau Anfang des Jahres die Situation erläutert. An dieser hat sich bisher nichts geändert, wie Wurster auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt.

Der Bauherr, auf dessen Grundstück das Wartehäuschen einmal stehen soll, möchte zunächst seine Doppel-Fertiggarage errichten. Erst wenn die steht, lasse sich sagen, wie viel Fläche der Bauherr von seinem Grundstück an die Gemeinde verkaufen kann, um dort das Wartehäuschen aufzustellen, erläutert der Bauamtsleiter. Das ist auch der Grund, warum die Verwaltung es nicht einfach jetzt schon errichten und bei der Lieferung der Garagen kurzzeitig wieder abbauen kann.

Ob das am Ärger der Frau etwas ändern kann? Da könne man wohl noch die nächsten fünf Jahre warten, bis die Fertiggaragen stehen, meint die Mutter. Für sie ein untragbarer Zustand. "Das ist ja die Einflugschneise von Althengstett." Entsprechend zugig und kalt ist es an der Haltestelle im Starenweg. Ihre Tochter sei schon einmal durchnässt in der Schule angekommen. Wenn dort nun, wegen Corona, nicht mehr geheizt, sondern ständig gelüftet werde, dann ist es für die Frau nur eine Frage der Zeit, bis ihr Kind und alle anderen, die im Regen an der Haltestelle standen, krank werden.

"Jetzt muss was geschehen!", fordert die Frau. "Es hat jede Haltestelle ein ›Dächle‹, nur die nicht." Das bestätigt Wurster, verweist aber auch darauf, dass in Althengstett zwar alle Haltestellen überdacht sind. Dazu verpflichtet sei die Gemeinde jedoch nicht. Landauf, landab sehe es ganz anders aus.

Verwaltung kann Bauherr nicht zwingen

Trotzdem war es auch der Wunsch der Verwaltung, dass das Häuschen im Starenweg vor dem Winter steht. Das hatte der Ortsbaumeister im Februar erläutert. Versehen mit dem Zusatz, dass die ­Verwaltung den Zeitplan des Bauherren nicht kenne.

Die erneute Kritik der Frau, die sie dieses Mal nur gegenüber unserer Zeitung geäußert habe, hat Wurster zum Anlass genommen, beim Bauherrn einmal nachzufragen. Dessen Antwort: Es gebe "keine konkrete Zeitschiene in Bezug auf die Errichtung der Garagen". Ohnehin weist Wurster darauf hin, dass die Verwaltung den Grundstückseigentümer natürlich nicht dazu zwingen könne, die genehmigte Doppelgarage zu einer bestimmten Zeit zu bauen.

"Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass auch in diesem Winter noch kein Unterstand errichtet wird."

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