Loreto Aravena heißt die neue Integrationsmanagerin. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder Bote

Flüchtlinge: Loreto Aravena derzeit in Althengstett noch in der Einarbeitungsphase

Althengstett. Sie betreibt soziale Beratung bei den aus Krisengebieten geflüchteten Menschen und unterstützt sie besonders bei der Integration: Loreto Aravena ist neue Integrationsmanagerin in der Gäugemeinde Althengstett. Mit ihrem offenen, fröhlichen Wesen gelingt ihr die Kontaktpflege mit geflüchteten Menschen besonders gut.

Vor Kurzem ist sie nun mit einer 50 Prozent-Stelle in die Fußstapfen der ehemaligen Flüchtlingsbeauftragten Barbara Ogbone getreten und fühlt sich dabei recht wohl. "Im Moment werde ich noch von meiner Kollegin und Mentorin Mahak Khan eingearbeitet", berichtet die 45-Jährige.

Vielfache Wegbegleiter

Zusammen hätten sie derzeit 88 geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive zu betreuen. Konkret bedeutet dies, junge Flüchtlinge in der Schule und auf dem Weg in einen Beruf zu unterstützen, ihre Deutschkenntnisse zu fördern und sie am Ende zu mehr Selbstständigkeit sowie Verantwortung zu befähigen. Dies gelingt besonders gut in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen wie dem Landratsamt und dem Jobcenter.

"Wir suchen die Zusammenarbeit mit diesen Stellen und schauen, wie weit wir Integration unterstützen können", unterstreicht Aravena. Die studierte Betriebswirtin bringt beste Voraussetzungen für ihre neue Tätigkeit mit. Sie absolvierte vor drei Jahren ein Zusatzstudium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und erwarb dort den Titel "Zertifizierte Interkulturelle Trainerin und Beraterin". Außerdem kommt Aravena in ihrem neuen Job zugute, dass sie mehrere Sprachen spricht. Mit einem Beispiel verdeutlicht die mit einem Deutschen verheiratete Chilenin, was sie unter interkulturellem Wissen versteht: Wenn man in Deutschland einen privaten Besuch mache, bemühe man sich möglichst pünktlich vor Ort zu sein. In Chile komme man jedoch deutlich später, als vereinbart wurde. Man wolle den Gastgeber zeitlich nicht in Bedrängnis bringen und ihm Zeit lassen, sich auf das private Treffen vorzubereiten. Bei beruflichen oder anderen offiziellen Terminen müsse man jedoch selbstverständlich auch in ihrem Heimatland pünktlich sein.

Zudem ist die Mutter einer 14-jährigen Tochter freiberufliche Lehrbeauftragte an der Hochschule Pforzheim im Studiengang "International Business" und gibt dort Vorlesungen im Bereich "Cross Culture Communication".

Wohnort ist Schömberg

"Seit 2016 bin ich auch Ansprechpartnerin für Flüchtlinge und Studierende aus Krisengebieten an staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg", erzählt Aravena. Sie wohnt in Schömberg und fühlt sich in der Region äußert wohl. "Ich bin in der Großstadt Santiago de Chile aufgewachsen und liebe einfach die wunderschöne Natur im Schwarzwald", hebt sie hervor. Besonders das Wandern und der Skilanglauf im Winter haben es ihr angetan.

Auch die interessante deutsche Küche habe sie lieben gelernt und isst besonders gern Sauerkraut mit Schupfnudeln. Beim Lesen von Büchern kann sich die neue Integrationsmanagerin ebenfalls gut entspannen, erzählt sie im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.