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Althengstett Ein Netzwerker mit großem Herzen

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Hartmut Weber, hier mit Ehefrau Brigitte und Sohn Tobias, freute sich über die gelungenen Programmpunkte der Abschiedsfeier. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

An der Althengstetter Gemeinschaftsschule (GMS) wird nicht nur zusammen gearbeitet und gelernt, sondern gelebt. Dass das so ist, verdanken Schüler, Lehrer, Eltern und Ehrenamtliche einem hervorragenden Netzwerker mit großem Herzen: Rektor Hartmut Weber, der nach 22 Jahren in dieser Funktion aufhört.

Althengstett. 1961 wurde Weber in Ottenbronn eingeschult und hat sich damals wohl kaum träumen lassen, seine Laufbahn als Schulleiter in der Gäugemeinde zu beenden. Und kaum erahnen konnte er damals, mit wie viel Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit man ihn aus seinem Berufsleben verabschieden würde. Egal, ob Elke Ruf, bisherige Stellvertreterin und künftige Schulleiterin, Schulrat Thomas Neuweiler, Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Clemens Götz, Schuldekan Thorsten Trautwein oder Vertreter aus vielen anderen Bereichen wie Personalrat, Schulkindbetreuung, Elternbeirat oder das Lehrerkollegium – in unterschiedlichen Worten brachten diese immer wieder dasselbe zum Ausdruck: Mit Weber geht ein Pädagoge mit großem Herzen sowie immenser Begeisterungsfähigkeit und umfangreichem Fachwissen, der maßgeblich ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima für Schüler sowie Lehrer geschaffen hat. Die Tür zum Rektorat habe immer offen gestanden, und seinen Kollegen sei Weber stets auf Augenhöhe begegnet, wurde betont.

Am Mittwoch stand in der Althengstetter Festhalle die offizielle Verabschiedung Webers an. Dieser Tag wird für den langjährigen Rektor unvergessen bleiben. Es kam wohl etwas Wehmut auf, doch hauptsächlich wurde fröhlich gefeiert und dankbar zurückgeblickt. Zum Gelingen trugen vor allem auch Dritt- und Viertklässler mit ihren Tanzvorführungen, ein Schüler-Posaunenchor und der "Goldkehlchen"-Chor bei. Ebenso Sketche, etwa zum Elternsprechtag, oder der Auftritt des Lehrerchors, bei dem die Pädagogen dem künftigen Ruheständler schon einmal vorsangen, was für ein schönes Leben er bald ohne Schulalltag haben wird.

Technisches und musisches Talent

Nach wie vor tief beeindruckt ist Schulrat Thomas Neuweiler vom technischen und musischen Talent Webers, vor allem aber von seinen visionären Fähigkeiten: Als Nicht-Sportler habe er einen seiner Schüler bis zur Teilnahme bei den Olympischen Spielen gebracht. Neuweiler skizzierte Webers Werdegang wie eine Regatta mit Wendemarken. "Leistungsfähig, robust, solide – du kommst überall durch", sagte der Schulrat. Weber sei immer ein Teamplayer und vielseitiger Steuermann gewesen.

Als "Mensch, der andere Menschen wachsen lässt" charakterisierte der Rathauschef den künftigen Ruheständler: "Es gelingt Ihnen, das Beste aus Menschen herauszuholen, sie bringen sie dazu, das Beste aus sich zu machen". Es könne nicht nur ein glücklicher Zufall sein, dass eine gute Stimmung im Lehrerkollegium herrsche, Schüler immer mit einem sehr guten Abschluss verabschiedet werden und die GMS über ein Heer an Freiwilligen verfüge. "Das ist Ihr Werk, Ihr Verdienst", betonte Götz.

"Warum gehen Sie? So schön wird’s daheim net!", fragte Schuldekan Trautwein scherzhaft den langjährigen Rektor, bevor er ihm für sein "Verständnis für die Kirche mit ihren Macken und ­Tücken" dankte und dafür, kirchlichen Angeboten an der GMS immer genügend Raum geboten zu haben.

"Ich bin froh und dankbar", blickte Weber schließlich selbst zurück. In der achten Klasse hatte er beschlossen, Lehrer zu werden. Er dankte seinem Kollegium und der Althengstetter Gemeindeverwaltung "für die tolle Unterstützung". Man habe immer in die selbe Richtung gezogen. Ihm habe immer das Wohl aller Schüler und Lehrer am Herzen gelegen. "Man hat sich bemüht", zitierte Weber den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt, "und es hat mir Freude gemacht", fügte er hinzu.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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