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Althengstett Coronavirus: Betriebe werden in Not gemeinsam aktiv

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Andreas Weik, Geschäftsführer des Unternehmens PMK Print Begeistert, steht im Lagerraum und präsentiert die "Althengstetter Türöffner". Foto: Schillaci

Althengstett - Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Bleiben also nur noch die Supermärkte und das Internet übrig, um Besorgungen zu tätigen? Nicht ganz. Viele Unternehmen vor Ort bieten eine Beratung am Telefon an und liefern noch Ware.

Durch einen Flyer macht Andreas Weik, Geschäftsführer des Druckdienstleisters PMK Print Begeistert, auf die Althengstetter Unternehmen aufmerksam, die weiterhin telefonisch beraten und Ware liefern. Bei einem Spaziergang durch die Gäugemeinde gelangte Weik zur Erkenntnis: "Überall hängen traurige Zettel an den Türen". Damit bezieht er sich auf die Aushänge an Geschäften, die über deren vorübergehende Schließung informieren.

Viele greifen auf Versandhandel zurück

Allerdings würde die Mehrheit der Personen, die es ohnehin bevorzugen, zu Hause zu bleiben, diese Texte gar nicht wahrnehmen. Viele würden sich nun an die großen Versandhändler im Internet wenden. Dabei haben die Unternehmen in Althengstett laut Weik "so kreative Lösungen gefunden, um diese Krise zu überstehen".

Somit machte er es sich zur Aufgabe, diese Lösungen an die Bürger zu bringen. Er fragte sich, wie man die Leute weiterhin dazu bewegen könnte, im Ort einzukaufen. Gaststätten und Restaurants bieten weiterhin Lieferungen oder Gerichte zum Abholen an. Möbelhäuser, Blumenhändler, Optiker, Werkstätten, Buchläden und Handwerkerleistungen sind ebenfalls weiter für ihre Kunden da. Dabei werden oft Lieferungen, aber auch eine telefonische oder eine Einzelberatung nach Terminabsprache angeboten. Mit dem Gewerbe- und Handelsverein (GHV), der die Kontaktdaten der betroffenen Althengstetter Unternehmen zur Verfügung stellte, entstand dann eine Kooperation. Das Unternehmen PMK Print Begeistert telefonierte die Kontaktliste ab und Weik präsentierte seine Flyer-Idee.

Innerhalb eines Tages gab es bereits eine große Anzahl an Rückmeldungen. "An den schnellen Reaktionen erkannte man die Not der Geschäfte", erklärt Weik im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Als er anfänglich die Idee hatte, einen solchen Flyer zu erstellen, dachte er zunächst, dass das Ganze auf etwa acht DIN A5-Seiten passen würde. Daraus sind nun aber ganze 16 Seiten geworden. Einen "vollen Erfolg" nennt Weik die Aktion. Die Kosten für das Layout und den Druck werden durch die Gemeinde unterstützt. "Bei der Absprache mit der Gemeinde war Bürgermeister Clemens Götz direkt Feuer und Flamme", erzählt Weik. Alle weiteren Kosten trage sein Unternehmen selbst.

4000 Exemplare werden verteilt

Der Flyer, der nun einer Broschüre gleicht, ging am Montag in Eigenregie in die Produktion. Er trägt den Namen "Althengstetter Türöffner". 4000 Exemplare befanden sich am Dienstagnachmittag im Lagerraum. Bei der Tagesproduktion des Unternehmens sei laut Weik – zugunsten des Projektes – alles zurückgestellt worden.

Für die Verteilung der Bögen habe man Vereine mit eingebunden. Somit engagieren sich die Mitglieder des Musikvereins Trachtenkapelle Althengstett, der DLRG-Ortsgruppe Neuhengstett, des Fußballvereins Grün Weiß Ottenbronn sowie des Narrenvereins Schwarzwälder Mutesheer Ottenbronn bei der zeitaufwendigen und ehrenamtlichen Verteilung der Flyer im jeweiligen Ortsteil. Die "Türöffner" sollen bei allen Haushalten eingeworfen werden und in Geschäften wie Bäckereien oder Metzgereien ausliegen.

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