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Althengstett Corona kann das Team nicht ausbremsen

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Dekorationsartikel für Advent und Weihnachten waren beim zweitägigen Adventsmarkt in Neuhengstett im Angebot. Foto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Zu einer lieb gewonnenen und geschätzten Tradition ist in den vergangenen Jahren der Neuhengstetter Adventsmarkt der evangelischen Kirchengemeinde geworden. Dessen Erlös kommt stets einem guten Zweck zugute.

Althengstett-Neuhengstett. Am Freitag vor dem ersten Advent war er rund um die Waldenserkirche Treffpunkt für den Einkauf von liebevoll in Handarbeit gestalteter Advents- und Weihnachtsdeko ebenso wie für ein geselliges Miteinander bei Glühwein, Punsch und Kartoffel- oder Zwiebelkuchen frisch aus dem Backhaus. Eine Andacht in der Kirche stimmte jeweils ein auf die besinnliche Zeit, und der Posaunenchor trug mit passenden Weisen zur adventlichen Stimmung bei. Im Corona-Jahr geht all das einfach nicht. Vielerorts sind die Weihnachtsmärkte abgesagt, weil sich die Veranstalter nicht in der Lage sehen, die geforderten Hygiene- und Abstandsvorgaben einzuhalten.

Dieses Mal ohne geselligen Teil

Auch im Welschdorf hat das Organisationsteam der Kirchengemeinde lang und intensiv diskutiert, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Form der über die Ortsgrenzen hinaus beliebte Adventsmarkt stattfinden kann, wie Pfarrer Jörg Schaber berichtet. Einmütige Intention war jedoch, der Bevölkerung – und darunter vielen Adventsmarkt-Stammkunden – auf jeden Fall das beliebte Angebot machen zu können, auch wenn der gesellige Teil und das Rahmenprogramm diesmal nicht möglich sind.

Man hat schließlich eine gangbare Lösung gefunden. Der sonst an einem Abend stattfindende Markt wurde auf zwei Tage verteilt, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Das entzerrte die Besucherströme, bedeutete allerdings für die freiwilligen Helferinnen einen deutlich längeren Zeiteinsatz. Wer jedoch deren gute Laune und Fröhlichkeit dort erlebte, hat gespürt, dass dabei ganz viel Herzblut mit im Spiel war. Die angebotenen Adventskränze, Türkränze, Gestecke sowie die kleineren und größeren weihnachtlichen Deko-Artikel waren in einer Art Einbahnstraßen-Parcours im Vorgarten des Gemeindehauses wie in einem kleinen Wald aufgebaut, sodass sich die Besucher beim Bummel durch die Ausstellung möglichst nicht in die Quere kamen. Auch wurde auf die Einhaltung der Maskenpflicht und den gebotenen Abstand geachtet.

Plätzchen nur in Heimarbeit gebacken

Die Herstellung der Artikel verlief in diesem Jahr ebenfalls ganz anders und fand nicht beim von allen so geschätzten gemeinschaftlichen Werkeln und Backen im Gemeindehaus statt. Ausschließlich in Zweier-Teams nach festgelegtem Zeitplan oder gleich zu Hause wurden mehr als 50 Adventskränze gebunden, mal klassisch nur aus Tannenreisig oder kreativ aus allerhand gemischtem Grün, in unterschiedlichen Größen und bestückt mit Kerzen in allen Farben. Ebenso 35 Türkränze, vielseitig dekoriert, und dazu zahlreiche Ge­stecke, mal im Glas, mal auf Rinde drapiert. Die beliebten "Breedla" wurden von den Frauen diesmal ebenfalls in Heimarbeit gebacken. Als die mehr als 66 Kilogramm Gebäck an einem Nachmittag im Gemeindehaus angeliefert wurden, war das ein berührendes Erlebnis, wie aus dem Team zu erfahren waren. "Zum einen die unglaubliche Vielfalt, weil jede Bäckerin ihre Spezialität gebacken hat, und zum anderen die Menge – wir waren überwältigt, wie sich die Regale nach und nach gefüllt haben." Gemischt und in Tüten verpackt, gingen sie an den zwei Tagen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ebenso wie die weitere Spezialität, das Hutzelbrot, für das seit Jahren ein Hobby-Bäcker sorgt. Und so lief es auch mit der beliebten herzhaften Spezialität, den eingeschweißten Wild-Bratwürsten, ab, die schon am ersten Tag ausverkauft waren.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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