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Althengstett Bürgerinitiative wirbt für die Hesse-Bahn

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Noch voll in Betrieb: Der Bahnhof Althengstett im April 1983. Was sich künftig zur Wiederbelebung der Bahnstrecke Richtung Weil der Stadt tut, und wie es früher einmal war, zeigt die Führung am Freitagnachmittag.Foto: Günther Hildenbrand Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einer Baustellentour am Freitag, 14. August, macht die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) Werbung für die künftige Hermann-Hesse-Bahn.

Althengstett (msw). An der Hermann-Hesse-Bahn als Teil der Nordschwarzwaldbahn Calw/Stuttgart wird nun durch den Landkreis Calw fleißig gebaut, erste Bauwerke sind fast schon saniert. Manche Fragen dazu erreichen nach eigenen Angaben auch die (BAUS). Um zu zeigen, was die Anforderungen an eine neue Bahnstrecke sind und wie sich das mit dem historischen Bestand verträgt, lädt die BAUS am Freitagnachmittag zu einer Baustellentour ein. Treffpunkt ist am 14. August um 16 Uhr in Althengstett an der Ecke Eugen-Zeyher-Straße/Industriestraße vor der Fußgängerunterführung am Bahndamm.

Wieder auf Vordermann

Im Auftrag des Hermann-Hesse-Zweckverbands wurden und werden die Eisenbahnüberführungen Eugen-Zeyher-Straße, Starenweg, Tälesbach (alle Althengstett) sowie Tälesbach in Hirsau und Welzberg (Calw) auf Vordermann gebracht, zusätzlich zur Sanierung der Stahlüberbauten auch die Widerlager der Brückenbauwerke. Die Sanierungsarbeiten an der Eugen-Zeyher-Straße in Althengstett dauerten von März bis Mitte Mai dieses Jahres (wir berichteten). Bis die Sanierung der Bahndurchlässe, die Ausbesserung des Mauerwerks und die Erneuerung der Geländer sowie die Wiederherstellung der Entwässerung und Abdichtung erledigt sind, wird es laut Zweckverband wohl September werden. Der Abbruch der bestehenden Bahnbrücke sowie der Neubau der Widerlager und der Brücke in Ostelsheim sollen laut Geschäftsführer des Zweckverbands bis Ende Januar 2021 abgeschlossen sein.

130 Bestandsbrücken

Insgesamt werden 130 Jahre alte Bestandsbrücken aufgearbeitet. Im Oktober wird der Brückenkörper der Brücke über die B   295 bei Heumaden montiert. Die Widerlager und Stützwände bestehen aus 1000 Kubikmeter Beton und 130 Tonnen Bewehrungsstahl, der neun Meter breite und rund 40 Meter lange stählerne Überbau der eingleisigen Brücke ist circa 280 Tonnen schwer.

1865 hatte der württembergische Landtag den Bau einer Bahnverbindung zwischen (Stuttgart-)Zuffenhausen und Calw beschlossen. Bereits im Juni 1872 fuhr der erste Zug auf der knapp 50 Kilometer langen Strecke, der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Der Abschnitt zwischen Zuffenhausen und Weil der Stadt wurde 1939 elektrifiziert und 1978 Teil der Stuttgarter S-Bahn. Die Strecke zwischen Weil der Stadt und Calw verlor an Bedeutung. 1983 wurde sie für den Personenverkehr und 1988 für den Güterverkehr stillgelegt. Durch den zunehmenden Individualverkehr, damit einhergehender Staus und das geschärfte Umweltbewusstsein rückte die Wiederinbetriebnahme der Strecke immer mehr in den Fokus von Bahnbefürwortern und Politikern.

1994 kaufte der Landkreis Calw die Strecke. 2012 beschloss der Calwer Kreistag, dass die Strecke unter dem Namen "Hermann-Hesse-Bahn" reaktiviert werden soll. 2016 gründeten der Landkreis Calw, die große Kreisstadt Calw sowie die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim den Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn, um das zukunftsweisende Nahverkehrsprojekt gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Etwa eine Stunde soll die Führung am Freitag um das Hengstetter Bahnhofsgelände dauern. Angesprochen werden die alten Bahnbrücken und Durchlässe und ihre Erneuerung, die Lage des neuen Haltepunktes und die Arbeiten am Forsttunnel. Parallel dazu wird aufgezeigt, wie der Bahnhof Althengstett einst aussah und wie man dort arbeitete. Neue Pläne und alte Bilder runden die Informationen ab.

Einkehr geplant

Es wird nur öffentlich zugängliches Gelände betreten, nicht die Baustellen selbst. Die Teilnahme ist kostenlos. Die BAUS bittet, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Wer Lust hat, geht anschließend mit zur Einkehr zum Heng­stetter Hof. Anmeldungen sind erbeten an upf651@gmx.de oder Telefon 07152/35 15 30 (ab 19 Uhr). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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