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Althengstett Beste Startbedingungen für die neue AG

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Eine großzügige Spende ermöglicht die Gitarren-AG: sechs Neuhengstetter Grundschüler mit Lehrerin Lisa Zweig und Ralf Lueg (Bürgersolar). Foto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Sechs aufgeweckte Grundschüler, vier Jungs und zwei Mädchen, warten gespannt darauf, dass es losgeht: Es ist Zeit für die Gitarren-AG, die Lehrerin Lisa Zweig ab diesem Schuljahr in der Grundschule Neuhengstett anbietet.

Althengstett-Neuhengstett. Heute gibt es für die Kinder die Gitarren, die sie dann auch mit nach Hause nehmen dürfen zum Üben. Um die Idee umzusetzen, galt es zunächst, Lehrgitarren zu organisieren, denn an der Schule gab es solche nicht. Lisa Zweig – sie ist seit September neu an der Schule – suchte mit einem öffentlichen Aufruf Schülergitarren, deren Spieler ihren Instrumenten entwachsen waren und die nicht mehr gebraucht wurden.

Anlage wirft inzwischen Gewinn ab

Dieser Aufruf traf auf offene Ohren und Herzen bei der Bürgersolar GbR Althengstett, die die benötigten Instrumente spendete. Geschäftsführer Ralf Lueg erzählte den Gitarrenschülern, dass die Gesellschaft vor 15 Jahren auf dem Dach der Schule in Althengstett eine Anlage installiert hat, die Strom aus Sonnenenergie produziert. Mittlerweile macht die Anlage Gewinn, "und davon wollen wir einen Teil zurückgeben, zum Beispiel für Gitarren, damit ihr Musik machen könnt", so Lueg. Denn er wisse aus eigener Erfahrung, dass Gitarre spielen und überhaupt Musik machen, Freude und Entspannung bringe, wenn mal der Kopf vom Lernen raucht. Und zu den Jungs gewandt hatte er einen Tipp als Ansporn zum Üben: "Wenn ihr Gitarre spielen könnt, seid ihr die Champs an jedem Lagerfeuer."

Die großzügige Spende der Bürgersolar ermöglichte neben dem Kauf der Gitarren auch die Anschaffung von Notenständern, Fußstützen, einem Stimmgerät und Notenheften.

Dann war es so weit: Alle sechs Gitarren wurden der Reihe nach von den Kindern gestimmt, und zwar per App, die auch die Eltern daheim mit ihren Kindern nutzen können. Im Halbkreis sitzend galt es sodann genau hinzuhören, die einzelnen Saiten wurden angespielt: Wie klingt eine ­dicke Saite aus Metall, wie eine dünne aus Kunststoff? Und danach haben sie sich einen Satz als Eselsbrücke ausgesucht, um sich die jeweilige Tonhöhe der sechs Saiten zu merken, per Anfangsbuchstaben der Wörter: "Ein Hund gibt dem Affen Eis".

Wie im Flug verging die Zeit und es galt, die Gitarren wieder in ihre Taschen zu verpacken. Die sind praktisch und können wie ein Rucksack getragen werden. "Vielleicht schaffen wir es bis zum Ende des Schuljahres, dass wir schon ein kleines Konzert geben können" –­ Lisa Zweig und ihre sechs Gitarrenschüler sind jedenfalls hoch motiviert. "Ich finde es ganz prima, dass es dieses Angebot jetzt gibt hier an der Schule", freute sich auch die Mutter eines Zweitklässlers.

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