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Althengstett Althengstetter springen mit Weltrekordschwimmern ins Becken

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Die Althengstetter Mannschaft der Altersklasse 15/16 standen bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften neben den Meistern auf dem Startblock. Foto: DLRG Foto: Schwarzwälder Bote

Althengstett. Am 25. und 26. Mai veranstaltete die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Magdeburg die ersten Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften. Rund 120 Schwimmer traten in den Disziplinen gegen einander an und kürten schließlich die deutschen Meister.

Der Vize-Präsident der DLRG, Detlev Mohr, betonte beim offiziellen Empfang vor den ersten Finalentscheidungen die Wichtigkeit des Rettungssports für die ehrenamtliche Wasserrettung in Deutschland: "Wir brauchen fitte Rettungsschwimmer an den Stränden, Seen und in den Schwimmbädern. Unser vielseitiger Sport dient dazu, für den Einsatz vorbereitet zu sein und er bindet viele junge Menschen an unseren Verband."

Aufgrund der geringen Anmeldezahlen im Vorfeld wurden die Qualifizierungsnormen geändert und der Anmeldezeittraum bis zu den Württembergischen Landes-meisterschaften am 12. Mai erweitert. Mit ihren guten Leistungen bei den Landesmeisterschaften hatte die Althengstetter Mannschaft der Altersklasse 15/16 männlich mit Marc Rüfle, Patrice Papoluidis, Lasse Tiedje und Yannik Wacker die Qualifizierungsnormen in drei Disziplinen (Hindernis-, Gurtretter-, Puppenstaffel) und beim Leinenwurf (Line Throw) erreicht. Noch in der Nacht entschieden die Schwimmer mit ihren Trainern, dass sie bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften antreten wollten und eine Meldung erfolgte fristgerecht vor 24 Uhr.

Die Aufregung war groß, als die Althengstetter Mannschaft am Samstag das Bad betrat und feststellte, dass neben ihnen nur noch eine weitere Amateurmannschaft an den Start ging. Die anderen Mannschaften und Einzelschwimmer waren durchweg Profis.

"Es ist schon sehr beeindruckend neben einem Deutschen Meister, Weltmeister oder sogar Weltrekordschwimmer ins Becken zu springen", erklärte Tiedje. Dass in diesem Umfeld keine großen Platzierungen von den Schwimmern der OG Althengstett erwartet werden konnten, war klar, aber gemeinsam mit den großen Stars zu schwimmen und sein Bestes zu geben, das war das erklärte Ziel für die Althengstetter Schwimmer.

Da bei dieser Meisterschaft nur in der Altersklasse offen, also jeder gegen jeden unabhängig des Alters, gestartet wurde, standen die Jungs tatsächlich neben den großen Meistern auf dem Startblock. "Natürlich ist es schon etwas komisch, wenn bei uns der Schlussschwimmer erst startet und die Gewinner schon angekommen sind", lachte Tiedje, "Aber cool war das schon!" Auch die mitgereiste Trainerin erklärte mit einem Schmunzeln auf den Lippen: "Ja, es ist schon beeindruckend, dass, vor allen in den Einzeldisziplinen, die Muskelmasse am Startblock proportional zur Leistung steigt."

Vier andere Mannschaften disqualifiziert

Dass an diesem Wochenende wirkliche Profis am Start waren, zeigte sich auch, als Jan Malkowski, der für die DLRG Schloss Holte-Stukenbrock startet, im Vorlauf über 100 Meter Retten mit Flossen in 44,04 Sekunden einen neuen Weltrekord aufstellte. Und die Althengstetter saßen keine fünf Meter entfernt auf der Tribüne. Solche Vorbilder spornen dann die Jungs noch einmal richtig an.

Am Ende schlugen sich die Althengstetter Schwimmer wacker. Im Line Throw verpassten Tiedje und Michaletz, der mitgefahren war und die Mannschaft auch beim Schwimmen als Teammitglied unterstützte, mit Platz acht leider knapp den Einzug ins Finale. Damit platzierten sie sich im Mittelfeld, da von den 14 angetretenen Mannschaften am Ende vier aufgrund von technischen Fehlern sogar disqualifiziert wurden. In der Puppenstaffel sicherten sie sich Platz neun.

Im Gegensatz zu anderen Mannschaften wussten die Althengstetter nämlich, dass man bei internationalen Wettkampfrichtlinien, nach denen die gesamte Meisterschaft ausgeführt wurde, die Puppe in einer bestimmten Art und Weise halten musste, um nicht disqualifiziert zu werden. Auch in der Gurtretter- und der Hindernisstaffel zeigten die Jungs stabile Leistungen und belegten die Plätze zehn und elf. Was bleibt, ist eine tolle Erfahrung, neue Motivation und ein Erinnerungsfoto mit dem neuen Weltrekordhalter. 

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