E-Mobilität spielt in Althengstett eine zunehmend große Rolle. Symbolfoto: dpa Quelle: Unbekannt

Energiewende: "Klima Mobil"-Modellkommune präsentiert Zukunftspläne und bereits Umgesetztes

Am Mobilitätskonzept der Zukunft wird derzeit eifrig in Althengstett gearbeitet. "Die Vorbereitungen für die örtlichen Mobilitätstage sind voll im Gange", berichtet Jürgen Arnold, Sprecher des Arbeitskreises (AK) Energie. Erste Ergebnisse aus ihrem Projekt "Klima Mobil" will die Gäugemeinde an verschiedenen Terminen im September präsentieren.

Althengstett. Klimaschutz auf kommunaler Ebene ist längst ein offizielles Anliegen der Gemeinde Althengstett. Wie berichtet, wurde Hengstett 2020 als Modellkommune des Kompetenznetzes "Klima Mobil" ausgewählt. Dieses unterstützt Kommunen in Baden-Württemberg, die beim Klimaschutz im Verkehr neue Wege gehen wollen. Die Jury des Kompetenznetzes "Klima Mobil" hatte sich im vergangenen Jahr entschieden: Von 41 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg wurden 15 Modellkommunen ausgewählt, die hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umsetzen – darunter Althengstett. Die Gemeinde bekommt 40 000 Euro für Beratungsleistungen.

Jeder kann etwas tun

Klimaschutz ist nicht nur eine Sache der großen Politik, sondern jeder Einzelne kann durch sein Verhalten, sein Tun oder Lassen seine persönliche Kohlendioxid-Bilanz verbessern und einen Beitrag zur Verminderung der Emissionen leisten – das rufen die AK-Mitglieder der Bevölkerung immer wieder ins Bewusstsein. Neben dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept, kurz IEKK, wird ein weiteres Instrument für das Erreichen von Klimaschutzzielen genutzt. "Wir werden im Förderprojekt vor allem zwei Themen behandeln: Den Zubringerverkehr zu Schulen und Kindergärten sowie die Änderung der lokalen Verkehrsströme durch die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn", hatte der bisherige Hengstetter Klimaschutzmanager Johannes Heberle angekündigt.

Wie weit die Gemeinde mit ihren Planungen ist, kann die Bevölkerung im Rahmen der Energiewendetage Baden-Württemberg, der Europäischen Mobilitätswoche und der Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg erleben. Mitglieder des AK Energie werden gemeinsam mit der Gemeinde zeigen, welche Schwerpunkte sie künftig beim Thema Mobilität setzen wollen.

Vom 13. bis 27. September beispielsweise wird die Schulstraße zum Versuchsfeld für nachhaltige Mobilität. "Gemeinsam mit den Schülern, Eltern, Lehrern und Anwohnern wollen wir die Schulstraße für den allgemeinen Verkehr sperren und herausfinden, wie wir die Straße zu einem noch sichereren und angenehmeren Ort für alle und vor allem für die Kinder und Jugendlichen auf ihrem täglichen Schulweg machen können", heißt es in der Ankündigung.

Erste Ideen

"Am 18. September finden wie schon fast jedes Jahr die Energiewendetage vor dem Gerhard-Schanz Sportzentrum statt. Hier zeigen wir der Bevölkerung die ersten Ideen des Mobilitätskonzeptes. Lokale Fachfirmen helfen uns dabei", kündigt AK-Sprecher Arnold, zugleich Projektkoordinator "Klima Mobil", an. Hier werde die Firma Volz, die den Schulbusverkehr in Althengstett abwickle, zum ersten Mal einen Elektrobus zeigen.

An diesem Tag erfahren Besucher unter anderem vom Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn, wie weit aktuelle Baumaßnahmen sind, um die Bahnstrecke nach Weil der Stadt reaktivieren zu können. Auch das Thema Carsharing und die bisher vorhandene Ladeinfrastruktur im Ort wird ein Thema sein. An diesem Tag werden außerdem die Sieger der Aktion Stadtradeln ausgezeichnet.

"Am 20. September, dem Weltkindertag, werden wir eine große gemeinsame Schulparty auf der Schulstraße feiern. An diesem Tag kann man mit dem E-Bus auf Probefahrt gehen", weist Arnold auf eine weitere Aktion hin.

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