Die Vorbereitungen für den großen Komplex – Handel, Wohnen und Hotel – auf dem Alten Tonhallenareal in Villingen schreiten voran. Wie laufen die Planungen, auch für den geplanten dm und den Edeka?
Das satte Grün, das derzeit auf dem Alten Tonhallenareal wieder in die Höhe wächst, lässt nicht erahnen, dass die Planungen für einen dort geplanten Einzelhandels- Hotel- und Wohnkomplex auf Hochtouren laufen. Doch tatsächlich soll das Projekt schon bald die nächste Hürde nehmen.
Das Vorhaben Auf dem Grundstück ist ein „Mixed-Use-Quartier“ geplant, wie es der Projektentwickler S&P Commercial Development nennt. Im südlichen Teil des Areals soll demnach ein viergeschossiges Hotel mit 140 Zimmern entstehen, im nördlichen Teil sind 38 Mietwohnungen geplant. Die Erdgeschossflächen des Quartiers sind überwiegend für Einzelhandels- und Gastronomienutzung vorgesehen.
Der Einzelhandel soll sich auf knapp 3000 Quadratmeter verteilen, für die Gastronomie sind 285 Quadratmeter vorgesehen. Zudem sind 145 unterirdische Stellplätze geplant. In direkter Nachbarschaft plant das Land Baden-Württemberg den Neubau des Amtsgerichts.
Die Planungen Derzeit läuft für das Projekt das Bebauungsplanverfahren – in diesem Fall handelt es sich, wie die städtische Pressesprecherin Madlen Falke erklärt, um eine „projektbezogene Angebotsplanung“. Das heißt: Mit S&P sowie dem Land werden in diesem Zuge städtebauliche Verträge inklusive der Grundstückskaufverträge ausgearbeitet.
Hierbei diskutiert und klärt die Stadt laut Falke „intensiv fachliche Aspekte und Fachplanungen“, die in die städtebaulichen Verträge mit einfließen. Falke: „Dabei geht es um die Konkretisierung der Ausbau- und Gestaltungserfordernisse der umliegenden Straßen, die Gestaltung des Brigachstegs, erforderlichen Leitungsverlegungen und Kostenübernahmeaspekte.“
Bebauungsplan für 2024 vorgesehen
Nach dem nächsten Schritt im Zuge des Bebauungsplans – die Stufe 2 mit der Offenlage, die für Herbst 2023 angedacht ist – soll der städtebauliche Vertrag vom Gemeinderat abgesegnet werden. Anschließend kann, voraussichtlich im Jahr 2024, der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans erfolgen. Dies ist die Grundlage für die eigentliche Baugenehmigung des Komplexes sowie des Amtsgerichts.
Zunächst entscheidet, wie die Pressesprecherin erklärt, im Juni aber der Gemeinderat noch über „Teilaspekte und einzelne Fachplanungen“, die dann in die weitere Ausarbeitung einfließen können.
Die Mieter Wie S&P-Pressesprecherin Kirsten Bauseler auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, sei man „bereits mit mehreren Interessenten in weiterführenden Gesprächen“. Bereits klar ist die Anmietung durch den Drogeriemarkt „dm“ sowie Edeka. Doch realisieren die beiden Unternehmen die Filialen als zusätzliche Standorte?
„Wir planen an diesem Standort als Mieter einen Vollsortiments-Markt mit rund 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche zu realisieren“, heißt es von Edeka-Sprecher Florian Heitzmann. Und: Es soll sich dabei um ein zusätzliches Angebot der Nahversorgung in VS handeln. Dort plane man ein individuelles Konzept. „Schwerpunkte legen wir auf Bio-Produkte, hausgemachte Spezialitäten und eine Vielzahl an regionalen Erzeugnissen“, so Heitzmann. Die Eröffnung des neuen Markts sei für 2025 geplant.
dm zukünftig mit drei Standorten in VS
Beim Drogeriemarkt dm möchte man der „hohen Nachfrage“ in Villingen-Schwenningen gerecht werden, wie Daniela Hübner als dm-Gebietsverantwortliche erklärt. Das heißt: In der Doppelstadt werde auf dem Alten Tonhallenareal der nunmehr dritte Markt eröffnen. In Villingen gibt es einen weiteren in der Rietstraße, in Schwenningen in der Rottweiler Straße.
„Unsere Kundinnen und Kunden können sich im neuen dm-Markt auf rund 760 Quadratmeter Verkaufsfläche auf das vielfältige Sortiment mit mehr als 12 500 Produkten und die beliebten dm-Services, wie beispielsweise die Express-Abholung, freuen“, so Hübner. Einen Eröffnungstermin gebe es noch nicht.