Das alte Schulhaus in Schonach ist sanierungsbedürftig. Vor allem soll mit einer Renovierung Energie gespart werden. Der Gemeinderat entschied sich jetzt für die große Variante.
In der Gemeinderats-Sitzung Anfang März informierte die Verwaltung den Gemeinderat über die geplanten Umbauarbeiten sowie zwei von einem Energieberater ausgearbeiteten energetischen Sanierungsvarianten für das alte Schulhaus. Gemeinderat Lukas Spath lehnte seinerzeit eine Entscheidung ab, da dem Gremium im Vorfeld keine Unterlagen vorlagen. Die Verwaltung hatte dies nun nachgeholt und wollte am Dienstag darüber entschieden haben, welche Variante man für die Sanierung wählen solle.
Zwei Varianten standen zur Verfügung. Die kleine Variante, bei der unter anderem Dämmungen an der Kehlbalkendecke, Dachschrägen, Außenwände im Ober- und Dachgeschoss sowie Austausch aller Fenster und Außentüren vorgesehen sind. 430 000 Euro soll das ganze kosten, 330 000 Euro davon sind mit 15 Prozent förderfähig. Der Primärenergiebedarf würde mit der Maßnahme rechnerisch von 330 auf 139 Kilowattstunden pro Quadratmeter sinken. Inklusive einer zusätzlichen Photovoltaik-Anlage würde die Gemeinde rund 300 000 Euro finanzieren müssen.
Zusätzlich Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Bei der zweiten Variante würde man zusätzlichen zu den Maßnahmen aus Variante 1 noch die Böden der beheizten Räume im Untergeschoss dämmen, eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installieren und eine Erdreich-Wärmepumpe einbauen. Kosten hier rund 675 000 Euro, die komplett förderfähig wären. Der Primärenergiebedarf würde mit der Maßnahme rechnerisch von 330 auf 68 Kilowattstunden pro Quadratmeter sinken. Hier würde die Gemeinde rund 405 000 Euro investieren müssen.
Die Verwaltung empfahl dem Gremium Variante 2, die Mehrkosten von 105 000 Euro, so argumentierte man, würden sich durch die zusätzliche Einsparung an Energie rasch amortisieren. Allerdings müsste der Förderantrag zur Variante zwei schnellstmöglich erstellt werden, damit die Arbeiten spätestens im zweiten Halbjahr 2023 beginnen können.
Start der Arbeiten im Juni geplant
Im Juli soll mit der Entkernung des Gebäudes begonnen werden, bis Ende November sollen die Umbauten am Grundriss abgeschlossen sein. Parallel dazu soll bis dahin auch das Dach neu gedeckt sein. Ab November sollen die Fenster ausgetauscht werden, ab Januar 2024 soll mit dem Einbau des Aufzugsschachtes und der neuen Treppe begonnen werden. Ab März/April 2024 bis Oktober 2024 sollen dann die Innenausbauarbeiten erfolgen, die Möblierung im November 2024. Im Januar 2025 soll das Gebäude dann in Betrieb genommen werden.
Herbert Rombach wollte wissen, ob es denn nicht sinnvoller wäre, das gesamte Dach statt nur die Kehlbalken-Decke zu isolieren. Zwar sehe er das nicht so, man werde aber den Energieberater beauftragen, das zu prüfen, erklärte Bürgermeister Frey.
Der Gemeinderat stimmte dann der Ausführung nach Variante 2 zu.