Im alten Pfarrhaus in Waldmössingen haben erste Aufräumarbeiten im Untergeschoss begonnen. Nun sind die Vereine an der Reihe.
Das in der Bevölkerung nicht ganz unumstrittene Vorhaben, in das von der Stadt erworbene ehemalige Pfarrhaus in der Kirchbergstraße Flüchtlinge unterzubringen, war jüngst wieder Thema im Ortschaftsrat. Nach Auskunft von Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudemanagement, Etienne Seif, wurde inzwischen der im Untergeschoss vorhandene Heizöltank ausgebaut. Um den Höhenunterschied von circa zwei Metern zu überwinden, werde der Bauhof Waldmössingen noch eine Holztreppe einbauen. Damit seien die Arbeiten der Stadt im Untergeschoss abgeschlossen und die Vereine könnten handwerklich tätig werden. Ratsmitglied Gabriel Keller erkundigte sich, ob die Stadt die Durchbrüche im Untergeschoss für zwei erforderliche Türen übernehme. Laut des Fachbereichsleiters sei dies nicht vorgesehen. Es gebe zwei Türen, die nicht mehr benötigt würden. Wenn diese ausgebaut würden, könnten sie wiederverwendet werden. Keller erinnerte an ein Treffen im kleinen Kreis mit Stadträten, bei dem die Rede von Geben und Nehmen gewesen sei. Im Beschluss stehe drin, dass die Räume für die Vereine genutzt werden können. „Wenn die Vereine die Räume nicht abschließen können, ist das nicht gut. Da hätte ich von der Stadt etwas mehr erwartet“, tadelte Keller. Adrian Schmid wollte Gewissheit haben, dass für die Durchbrüche die Statik abgeklärt ist. Laut Seif stelle dies kein Problem dar, da es sich hierbei nicht um tragende Wände handle.
Durchbrüche sind wichtig
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr verwies auf den Haushaltsansatz von 5000 Euro, der mit dem Ausbau des Öltanks und dem Einbau der Treppe aufgebraucht sein werde. Sie habe zugesichert, dass die Stadt für das Streichen der Räume die Materialkosten für Farbe übernehme, wozu sie weiterhin stehe. Sie habe aber auch verstanden, dass die Durchbrüche wichtig seien. Sie schlage deshalb vor: „Das übernimmt die Stadt und die Vereine setzen die Türen ein“.
Abrechnung des Stromverbrauchs
Sabine Munz interessierte sich, wann die ersten Flüchtlinge einziehen werden. Wie Seif erklärte, werde vor den Sommerferien die Ausschreibung für die Umbauarbeiten rausgehen. Eine Umsetzung der Maßnahme sei dann fürs zweite Halbjahr 2026 vorgesehen. Zum Einzug erster Flüchtlinge könne er keine genauen Angaben machen. Ein Bürger meldete sich zu Wort und riet, die Verwaltung sollte sich Gedanken darüber machen, wie künftig der Stromverbrauch im Untergeschoss (Vereine) und Obergeschoss (Flüchtlinge) abgerechnet werden soll.