Martin Spreng (vorne links) wurde in Bad Wimpfen zum zweiten Zunftmeister der baden-württembergischen Nachtwächter und Türmer gewählt. Foto: Nachtwächter-/Türmerzunft

Die baden-württembergischen Nachtwächter und Türmer wählten in Bad Wimpfen ihren Altensteiger Kollegen Martin Spreng zu ihrem zweiten Zunftmeister.

Altensteig/Bad Wimpfen - Bad Wimpfen, ehemals die größte Kaiserpfalz nördlich der Alpen, mit mittelalterlicher Burganlage, Kirchen, Fachwerkhäusern, Toren und Türmen, war Gastgeber des 19. Zunfttreffens der baden-württembergischen Nachtwächter und Türmerzunft. Einer der Anlässe in Bad Wimpfen zu tagen, war der erneute Einzug der Türmerin Blanca Knodel in das Wahrzeichen von Bad Wimpfen, den blauen Turm, der seit dem 14. Jahrhundert beständig von Türmern bewohnt wird.

In 25 Meter Höhe wohnt die Türmerin seit 1996 "mit drei Kindern, Klavier und Whirlpool", wie sie sich vorstellte. Allerdings war der Turm sanierungsbedürftig, und so musste Knodel für fünf Jahre ausziehen. Jetzt ist die Sanierung abgeschlossen, und sie konnte ihre Türmerwohnung wieder beziehen und den Turm wieder für Besucher öffnen, die die herrliche Aussicht in 35 Meter Höhe, und nach 134 Treppenstufen, genießen wollen.

Gansel tritt Lohmanns Nachfolge an

Bürgermeister Andreas Safran begrüßte sie und die Nachtwächter aus ganz Baden-Württemberg im Kursaal zur Mitglieder- und Zunftversammlung und betonte seine Freude, die Vereinigung tatkräftig unterstützen zu können. Er übernahm auch die Wahlleitung zur Wahl des neuen Vorstandes. Diese war notwendig geworden durch den plötzlichen Unfalltod des amtierende Zunftmeisters Thomas Lohmann. Gewählt wurde, der bisherige zweite Zunftmeister Willy Gansel aus Burladingen, zum ersten Zunftmeister. Martin Spreng aus Altensteig wurde zweiter Zunftmeister, Wolfgang Stier aus Höfen Kassier und Ilona Nolte aus Bad Wimpfen Schriftführerin.

Unwetter verhindert Auftritt

Allerdings musste die Vorstellung der Nachtwächter vor dem historischen Rathaus, bei der die Mitglieder der Zunft normalerweise ihre Heimatgemeinden humorvoll darstellen und dafür Werbung machen, abgesagt werden. Ein Unwetter mit Starkregen und Hagelschlag verhinderte den Auftritt, so dass die weitere Veranstaltung im Kursaal stattfinden musste.

Tags darauf war dann alles wieder in Ordnung. Die Nachtwächter feierten in der evangelischen Marienkirche unter Mitwirkung ihrer zwei Turmbläser aus Öhringen den Abschlussgottesdienst.