Michael Schneider von der Sparkasse (von links) und Hans-Peter Häusser vom Verein "Oben Auf" wurden von Kulturamtsmitarbeiterin Christa Haizmann-Broschk, der städtischen Kulturbeauftragten Jasmin Schmid und Bürgermeister Gerhard Feeß über das Programm des Kultursommers Altensteig informiert. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Musiksommer: Nach Corona-Pause findet neunte Auflage vom 10. bis 25. Juli in Altensteig statt / Workshops runden Auftritte ab

Der Musiksommer Altensteig findet in diesem Jahr vom 10. bis 25. Juli statt. Die neunte Auflage steht unter der Überschrift "Grenzenlos". Die Palette reicht von Klassik und Jazz bis Chor- und Orchestermusik. Neu ist die Aufführung eines Theaterstücks.

Altensteig. Nachdem die Inzidenzzahlen kontinuierlich sinken, ist das städtische Kulturamt zuversichtlich, dass alle Veranstaltungen mit Publikum stattfinden und nur wenige Einschränkungen zu beachten sind. Zum ersten Mal dabei ist das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald mit einem Abenteuerstück für große und kleine Leute.

"Meister Eder und sein Pumuckl" erzählt die Geschichte eines Schreinermeisters, an dessen Leimtopf ein Kobold hängen geblieben ist. Die Vorstellung findet am Freitag, 16. Juli, ab 16 Uhr im Schlossgarten statt.

Eigentlich sollte der 9. Musiksommer bereits im vergangenen Jahr über die Bühne gehen. Corona hat das verhindert. Dabei waren die Vorbereitungen weit fortgeschritten. Das Kulturamt hatte Künstler und Ensembles für ein Gastspiel in Altensteig verpflichtet, Honorare ausgehandelt, nach Spielstätten Ausschau gehalten, Termine festgelegt und die Werbeagentur Martini aus Pfalzgrafenweiler beauftragt, drei Plakate in unterschiedlicher Aufmachung und gut lesbar zu entwerfen. Am Logo "Grenzenlos" wird festgehalten, um unterschiedliche Formate, Genres und Aufführungsorte mit einem Wort widerzuspiegeln und ein "grenzenloses" Vergnügen zu versprechen.

Diesmal finden mehr Veranstaltungen im Schlossgarten statt. "Und die Regionalität haben wir noch mehr betont", erklärte die Kulturbeauftragte der Stadt, Jasmin Schmid, bei der Programmvorstellung im Bürgersaal.

So lädt die Stadtkapelle Altensteig am Sonntag, 11. Juli, ab 11.30 Uhr zu einer Matinee unter freiem Himmel ein. Beim gemeinsamen Musizieren von Kammer- und Jugendsinfonieorchester Altensteig – Beginn ist am Mittwoch, 14. Juli, um 19.30 Uhr in der Markgrafenhalle – spielt Franziska Rühle eine Romanze von Max Bruch, und Nabor-Levi Armbruster interpretiert das Klavierkonzert in C-Dur, KV 467 von Wolfgang Amadeus Mozart.

Beim "Heimspiel" am 21. Juli treten mit Fiona Stritt, Jonas Schüsselin, Fiona Podolski, Martin Wieczorek, Jordan Prudencio und Jan Steeb weitere Nachwuchsmusiker aus der Umgebung auf.

Die preisgekrönte Christophorus-Kantorei singt am Freitag, 13. Juli, ab 20 Uhr im Schlossgarten Gospels, Popsongs, Musicaltitel aus dem Dschungelbuch und König der Löwen sowie klassische Chorwerke. Die Leitung hat Michael Nonnenmann.

Der Männerchor Berneck will seine Zuhörer am Samstag, 24. Juli, im Pavillon am See mit einer Auswahl deutscher Lieder und einer russischen Volksweise erfreuen.

Die städtische Musikschule stellt sich an diesem Tag vor. Von 10 bis 16 Uhr können in den Unterrichtsräumen Instrumente ausprobiert werden. Außerdem spielen eine Lehrercombo und ein kleines Ensemble zur Unterhaltung auf.

Eröffnet wird der Musiksommer Altensteig am Samstag, 10. Juli, um 20 Uhr im Schlossgarten mit einem Konzert des Benjamin Schatz-Trio. Mitwirkende sind Heimo Trixner (Gitarre), Kristian Lind (Bass) und der Namensgeber (Klavier). Die Auswahl der Stücke reicht von ruhigen Balladen bis zu energiegeladenen Kompositionen.

Beim Kinder-Mitmach-Konzert am Samstag, 17. Juli, um 14.30 Uhr in der Markgrafenhalle lädt das "Trio Janeuro" zu einer musikalischen Reise um die Welt ein. Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen der Kinder ist erlaubt und erwünscht.

Am 18. Juli musizieren Norbert Angerer und das Orchester des Musiksommers in der Eichwaldhalle unter anderem das einzige von Robert Schumann komponierte Cellokonzert und die 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Abgerundet wird die Programmvielfalt mit den Workshops "Klavierinterpretationen" unter Leitung von Benjamin Schatz am 12. Juli von 10 bis um 17.30 Uhr im Werkraum der Musikschule und "Singen macht Spaß" mit Dozentin Sabine Schilling am 24. und 25. Juli, jeweils von 10 bis 16 Uhr im katholischen Gemeindehaus.

Traditionell endet der Musiksommer Altensteig am 25. Juli um 16 Uhr mit dem theatralisch-musikalischen Wandelkonzert im Schlossgarten. Der obligatorische Spaziergang durch die Altensteiger Altstadt fällt diesmal aus.

Am Pressegespräch im Bürgersaal nahmen die Vertreter zweier Sponsoren teil – Michael Schneider von der Sparkasse Pforzheim-Calw und Hans-Peter Häusser, Geschäftsführer des Vereins "Oben Auf", der sich seit vielen Jahren um die musische Bildung von Kindern im Nordschwarzwald kümmert. In kurzen Redebeiträgen unterstrichen sie die Bedeutung des Musiksommers für die Kultur in Altensteig und die Bürgergesellschaft. Hervorzuheben sei, dass nicht nur auswärtige Künstler, sondern Talente und Ensembles der Region auftreten.

Das Logo "Grenzenlos" habe man bewusst gewählt, betonte Bürgermeister Gerhard Feeß, weil "Kultur Grenzen überwindet". Durch die Einschränkungen in Zeiten der Pandemie sei das deutlich geworden – auch was die Verbindung mit Bourg St. Maurice angehe. Eigentlich wollten Altensteig und die französische Partnerstadt 2020 das 55-jährige Bestehen feiern.

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