Die Preisträger des Abiturjahrgangs mit Rektor Frank Weigand (hinten, Mitte) und seinem Stellvertreter Hartmut Hobler (links). Foto: Köncke

Johannes Martin Breitling aus Wart hat mit einer Gesamtnote von 1,0 das beste Abitur aller 61 Jahrgänger des Altensteiger Christophorus-Gymnasiums geschrieben. Bei der Entlassfeier wurde er außerdem für hervorragende Leistungen in Mathematik, Chemie, Deutsch und Sport ausgezeichnet.

Altensteig - Stolz kann auch Dennis Macht aus Spielberg mit einem Schnitt von 1,1 und dem von der Sparkasse Pforzheim-Calw vergebenen Sonderpreis für wirtschaftliches Denken sein, den der stellvertretende Schulleiter, Hartmut Hobler, in der Eichwaldhalle überreichte. Johannes Breitling erhielt den Preis der Stadt Altensteig für das beste Abitur, die Urkunde der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, den Sternstunden-Buchpreis im Fach Deutsch und die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für mindestens 13 Punkte beim Sport.

Für beste Französischnoten bekam Pauline Pfeifle aus Ebhausen den Jean-Mengeon-Preis der Altensteiger Partnerstadt Bourg St. Maurice. Der Verein deutscher Sprache hat Lara Marie Buchthal aus Wart den bedeutenden Scheffel-Buchpreis verliehen. Die Evangelische Landeskirche Württemberg honorierte das Wissen von Sarah Schaufert aus Oberweiler im Fach Religion, und der Schuldekan des Evangelischen Dekanats Calw profunde Kenntnisse von Samuel Hempelmann aus Altensteig in der evangelischen Glaubenslehre.

Starken Beifall ernteten Vera Gall (Pfalzgrafenweiler) und Nabor-Levi Armbruster (Altensteig) bei der Bekanntgabe des Werner-Stober-Musikpreises. Der Christophorus-Preis des Fördervereins für großes, soziales Engagement wurde in diesem Jahr nicht vergeben. Der Notendurchschnitt aller 61 erfolgreichen Abgänger betrug 2,4.

Streicher eröffnen Feier

Eröffnet wurde die Entlassfeier – wegen Corona fand sie erneut in einer Halle statt – vom Streicherensemble des Jugendsinfonieorchesters unter der Leitung von Jutta Hay mit dem Titel "Conquest of Paradise" von Vangelis.

Das Abitur trotz veränderter Unterrichtsabläufe und Lernmethoden in der Tasche zu haben, sei nur mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Flexibilität zu schaffen, lobte Rektor Frank Weigand in seiner Ansprache. Die Digitalisierung hätte auch die Lehrer vor große Herausforderungen gestellt. Für die Zukunft wünschte Weigand den erfolgreichen Absolventen Glück, Erfolg, Gesundheit "und eine gehörige Portion Zuversicht". Die Elternsprecher Antje Viehweger und Paul Schenk hatten nachgerechnet, dass ihre Kinder in den zurückliegenden zwölf Schuljahren überschlägig "von 100 Lehrern unterrichtet wurden und mindestens 300 Klassenarbeiten geschrieben haben". Auf dem weiteren Lebensweg sollten sie mutig voranschreiten und sich selber treu bleiben. Zum Schluss zündeten sie eine Kerze an für einen Schüler, "der nicht mehr unter uns ist", und für alle anderen, "die auf der Strecke geblieben sind". Dass die Lehrer sie gut vorbereitet hätten und "man für das Abi hart arbeiten muss", bekannten Chiara Passow und Thomas Schenk in ihren Schülerreden.

Der stellvertretende Bürgermeister Tobias Schmid erinnerte sich bei der Preisverleihung der Stadt Altensteig für den Jahrgangsbesten an sein eigenes Abitur vor 22 Jahren. Damals habe man nicht mit den Einschränkungen der Pandemie leben müssen und mit Erfahrungen, "die prägend sind".

Verabschiedet wurden in der Eichwaldhalle fünf Eltern, die sich bis zum Abitur ihrer Kinder auf unterschiedliche Weise am Schulleben des Christophorus-Gymnasiums beteiligt haben – allen voran Antje Viehweger. Traditionell endete die zweistündige Entlassfeier mit einem irischen Segenslied des Streicherensembles. Anschließend trafen sich alle Beteiligten auf dem Schulhof zum geselligen Beisammensein.

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