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Altensteig (Württ.) Zum Abschluss pflanzen die Experten Blumen

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Landschaftsarchitekt Jörg Sigmund, der den planerischen Teil der Bewerbung erstellt hat, erklärte der Fachkommission Einzelheiten.Fotos: Stadt Altensteig Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gartenschau-Fachkommission hat die Altensteiger Gartenschau-Bewerbung vor Ort intensiv unter die Lupe genommen. Die Experten zeigten sich von der Präsentation sichtlich angetan.

Altensteig. Die ursprünglich geplante Einbindung von Vereinen, Schülern und Bürgern in die Präsentation musste coronabedingt zwar ausfallen, trotzdem sei es dem Team um Bürgermeister Gerhard Feeß gelungen, das Konzept inhaltlich informativ aber auch unterhaltsam rüberzubringen – so teilt die Altensteiger Verwaltung mit.

Am neu gestalteten Postplatz hat Bürgermeister Feeß die Fachkommission – bestehend aus Vertretern von Ministerium, Gemeindetag und BW Grün – empfangen und durch die sanierte Poststraße zum Rathaus begleitet. Dort breitete Don Quijote – gespielt von Andreas Jendrusch vom Regionentheater aus dem schwarzen Wald – den Gästen den schwarzwaldroten Teppich aus. Mit einer Präsentation im Bürgersaal erhielten die Experten einen ersten allgemeinen Überblick über Altensteig.

Eine besondere Überraschung waren Statements von Altensteigerinnen und Altensteigern, die ihre Unterstützung für das Projekt Gartenschau zum Ausdruck brachten. "Bürger können heute nicht mit dabei sein. So haben sie heute aber trotzdem eine Stimme", sagte Feeß.

Danach ging es raus in das geplante Gartenschaugelände. Erste Station war dort der Schlossberg. Am Kriegerdenkmal führten Bürgermeister Gerhard Feeß und Landschaftsarchitekt Jörg Sigmund inhaltlich durch das Gartenschaukonzept. Untermalt wurden die Erklärungen von der Aussicht auf die historische Altstadt, einem Teller voller regionaler Köstlichkeiten und kreativen Einwürfen von Don Quijote.

Inhaltlich ging es an dieser Stelle zum einen um den Seltengraben. Die geologische Verwerfung soll als kleine Schlucht erlebbar werden, beispielsweise mit einem Raumnetz, das umweltverträglich in die Schlucht gehängt wird.

Zum anderen ging es um den Hellesberg. Das Landschaftsschutzgebiet soll in seiner ehemaligen Funktion als Versorgungsgarten der Stadt wieder erlebbar werden. In einzelnen Parzellen sollen mosaikartig verschiedene Themen wie Trockenmauern oder Beweidung dargestellt werden. Gleichzeitig bieten sich auf dem Weg über den Hellesberg immer wieder spannende Ausblicke auf die Altstadt. Wichtig hierbei immer: größere bauliche Eingriffe in die Landschaft soll es nicht geben.

Weiter ging es zu Fuß über den Schlossberg, wo eine Veranstaltungsfläche geplant ist und wo auch die Ruine als historische Stätte eine wichtige Rolle spielen wird. An der Hangkante unterhalb der Ruine ging es ebenfalls um Blickbeziehungen.

Auf dem Fußweg nach unten spürte die Kommission die Topographie und damit die Notwendigkeit des zentralen Elementes der Konzeption: Eine barrierefreie Verbindung vom Stadtgarten zum Schlossberg. Im Konzept ist diese als Brücke dargestellt, wobei diese stellvertretend für jegliche Art der Beförderung steht.

Schließlich folgte der weitere Kernbereich der Gartenschau, der im Bereich des derzeitigen Jahnstadions, Freibads und Stadtgartens angesiedelt werden soll. Die Planung sieht dort Fixpunkte wie den Treffpunkt Baden-Württemberg, die Hauptveranstaltungsbühne und die Hauptgastronomie in Form einer Markthalle vor.

Gestalterisch soll die Nagold in Form eines Mäanders stärker erlebbar werden. Gleichzeitig bleibt der Bereich Retentionsfläche. Eine Wasserwand der Freiwilligen Feuerwehr symbolisierte für die Kommission die geplante Ausweitung der Nagold. Eine Über- oder Unterquerung der Gustav-Werner-Straße soll eine Anbindung an die Freizeitachse im oberen Tal herstellen.

Durch das Freibad ging es zum Abschluss in den Stadtgarten. Die Erlebbarkeit der Nagold am Nagoldknie in Form eines Strandes kam dort zur Sprache genau wie noch einmal die Brücke Richtung Schlossberg, die mit einer Wimpelkette symbolisch angedeutet wurde.

Die Experten durften zum Abschluss mit Bürgermeister Feeß noch Blumen pflanzen. Die dafür ausgeteilten Schürzen gehen als Leihgabe bis zum Spatenstich der Gartenschau an die Kommissionsmitglieder.

Nach einer abschließenden Fragerunde machte sich die Kommission auf den Weg zur nächsten Bewerberstadt. Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im Oktober zu rechnen. Da die Öffentlichkeit an dem Besuch nicht teilnehmen konnte, hat das Rathausteam den Begang mit dem Gemeinderat separat noch einmal gemacht, damit sich die Räte selbst ein Bild von der Präsentation machen können. Auch da war die Resonanz ausnahmslos positiv. "Wir haben unser Bestes gegeben. Jetzt müssen wir abwarten", erklärt Bürgermeister Gerhard Feeß.

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