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Altensteig (Württ.) Zeitgenössische Musik im Vordergrund

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Das Altensteiger Vokalensemble feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem anspruchsvollen Programm in der Stadtkirche. Foto: Kosowska-Németh Foto: Schwarzwälder Bote

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens gab das Altensteiger Vokalensemble drei Jubiläumskonzerte hintereinander. Dem finalen Auftritt in der heimischen Stadtkirche gingen die Gastspiele in Gärtringen und Spaichingen voraus.

Altensteig. Zweimal jährlich kommen die ehemaligen Mitglieder der Christophorus-Kantorei zusammen, um in wechselnden Besetzungen ein neues und stets anspruchsvolles A-capella-Programm einzustudieren. Den intensiven Arbeitsphasen folgen gewöhnlich sechs bis acht Konzerte. Auch im europäischen Ausland und in Übersee genießt der Chor einen vorzüglichen Ruf.

Seit 2017 treten die Absolventen des Christophorus-Gymnasiums unter der Leitung von Manuel Nonnenmann auf und pflegen die Idee des gemeinsamen Singens weit über die Schulzeit hinaus. Die Initiative, diesen nicht alltäglichen Chor zu gründen, ging 1989 von Thomas Breitling und Joachim Voll aus. 17 Jahre lang leitete Breitling das Ensemble, in der nachfolgenden Dekade übernahm Wolfgang Weible den Chefposten.

In einer kurzen und herzlichen Laudatio hob Altensteigs Bürgermeister Gerhard Feeß die Verdienste des Vokalensembles hervor und bezeichnete die Sänger als einen "ganz besonderen Chor", als "Saat der Kantorei", der sich an der "schwierigsten Chorliteratur" messen lassen könne.

Das Konzertniveau bestätigte seine Worte im vollen Umfang. Im Programm dominierte die zeitgenössische Musik von sakralem und weltlichem Inhalt, und die Interpretation der sehr anspruchsvollen Werke von Ivo Antognini, Howard Helvey, Arvo Pärt, Lajos Bárdos, Pawel Lukaszewski oder Frank Schwemmer brachten die musikalischen und technischen Vorzüge des Ensembles zum Vorschein.

Der Gesang warf Zinsen vom Kapital ab, den die ehemaligen Schüler an dem renommierten Altensteiger Gymnasium anno dazumal ansammelten. Vorzügliche Stimmbildung, musikalische Sensibilität und lobenswerte Unterwerfung dem Dirigenten gegenüber währen bis in die Gegenwart, und die rund 40 Sängerinnen und Sänger von 20 bis 70 Jahren präsentierten mit voller Hingabe ihre frische Palette der Gesangskunst.

Zahlenmäßig gut aufgestellt, erreichte der Chor eine optimale Stimmenbalance, deren Transparenz jedes dynamische Detail enthüllte und die Aussagekraft anwachsen ließ. Die Elastizität der Stimmen und stabile Intonation ergänzten das schöne, expressive Klangbild voller Kontraste und farbiger Tupfer.

Mit stilvollen solistischen Beiträgen ergänzten David Heieck (Gitarre) sowie Eberhard Schuler-Meybier (Tenor) mit Susanne Schuler-Meybier an der Orgel das umfangreiche Jubiläumsprogramm.

Das Publikum genoss die Musik unentwegt im völligen Schweigen, und erst der üppige Schlussapplaus ließ die angestaunten Emotionen frei. Für die Zugabe übernahm Thomas Breitling als Ehrendirigent die Chorleitung, und zum Abschied sprach die Pfarrerin Sabine Lüdtke ein kurzes Gebet.

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