Baugebiet: Debatte um Energieträger

Altensteig. Das Wohngebiet Heckenrosenweg in Walddorf wird erweitert. Geplant sind 48 neue Bauplätze. Weil das Planverfahren noch am Anfang steht, stellte man sich im Altensteiger Gemeinderat die Frage der Beheizung. Der Ortschaftsrat hatte sich einstimmig für eine zentrale Wärmeversorgung ausgesprochen.

Dafür plädierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung auch der Leiter der Altensteiger Stadtwerke, Günther Garbe. Gerne würde er nicht nur das Neubaubaugebiet, sondern auch das Bestandsgebiet mit dieser klimafreundlichen Energie versorgen. Zur Untersuchung der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit will die Stadt eine Ingenieursgesellschaft beauftragen.

Mit der Vorgehensweise waren nicht alle Kommunalpolitiker einverstanden. CDU-Stadtrat Tobias Schmid meldete Bedenken an, weil der Heckenrosenweg bisher mit Erdgas beheizt wird. "Bei Neubaugebieten gibt es keine Förderung mehr", wandte Garbe ein. Man könne Eigentümer nicht einfach vorschreiben, wie sie ihr Haus beheizen müssten kritisierte Franz Schuler. AfD-Stadtrat Marcus Lotzin ergänzte: "Ich bin ein großer Freund von Erdgas."

Auftrag hängt von Förderung ab

Im Biodorf Wart hätten sich Abnehmer aus gutem Grund für die Nahwärme ausgesprochen, ließ der Stadtwerksleiter nicht locker. Von fossilen Brennstoffen sollte man wegen der Klimaschädlichkeit wegkommen, erklärte Stadtrat Hartmut Hobler. SPD-Fraktionssprecher Ursula Utters pflichtete ihm bei. "Wir vergeben uns nichts, wenn wir Alternativen untersuchen", sprach sich Dieter Renz für ein Ende der Debatte aus.

Der Antrag der Verwaltung, die IBS-Ingenieurgesellschaft mit der Umsetzung des Quartierskonzepts zu beauftragen – sofern die KfW-Bank zwei Drittel der Honorarkosten von 56 550 Euro übernimmt – wurde mit fünf Gegenstimmen angenommen.