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Altensteig (Württ.) Werbeaufsteller schränken Gehweg ein

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Werbeaufsteller wie hier in der Poststraße schränken laut Stadt den Gehweg ein. Foto: Köncke

Altensteig - Die Gehwege der neu gestalteten Poststraße in Altensteig mit Werbebotschaften vor und neben dem Ladengeschäft zuzustellen? Das ist nicht im Sinne der Stadt. Mit der Verabschiedung einer Gestaltungssatzung will man der Ausuferung Einhalt gebieten. Die Vorberatung führte in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu unterschiedlichen Auffassungen.

Nach dem Umbau der Unterstadt und dem neuen Gesicht der Poststraße will die Stadt das Erscheinungsbild nicht durch eine Fülle von Aufstellern beeinträchtigt wissen. Bürgermeister Gerhard Feeß hat sich im Gemeinderat für die Eindämmung von Werbeanlagen auf den Gehwegen ausgesprochen. Dann müsste die Satzung aus dem Jahr 2019 geändert werden.

Den Sitzungunterlagen lagen Fotografien bei, wie es in der Poststraße aussieht, wenn Aufsteller mitten im Gehweg stehen, die - laut Bildunterschrift - "den Bereich stark einschränken und optisch nicht ansprechend sind". Bei einem Verzicht von Werbebotschaften würden die Gehwege deutlich großzügiger erscheinen und könnten so ihre volle Wirkung entfalten. In der Satzung wird unter anderem eine einheitliche Gestaltung von Werbeanlagen in Farbe und Form vorgeschrieben und dass sie nicht höher als 1,20 Meter sein dürfen.

"Aufsteller sind aus der Zeit gefallen", ist Bürgermeister Gerhard Feeß der Ansicht. Eine größere und bessere Wirkung würde man mit attraktiven Schaufensterauslagen und im Ladeninneren erzielen. Der Rathauschef möchte den Werbering mit ins Boot holen und eine "kreative Lösung für alle Beteiligten" erreichen.

Aufsteller könnten zur Umsatzsteigerung beitragen

Für Dieter Renz (FW) ist die Begehbarkeit der Gehwege ohne Behinderungen maßgebend. Ursula Utters (SPD) Meinung: "Nicht dass man ständig um die Aufsteller herumlaufen muss. Die Leute sollen flanieren und nicht aufpassen müssen, einen Aufsteller anzurempeln." Zum jetzigen Zeitpunkt eine neue Satzung verabschieden und "gleich die ganz große Keule herauszuholen" ist für Stadtrat Tobias Schmid "ein schlechtes Signal". Wegen umfangreicher Bauarbeiten hätten Ladenbesitzer lange Zeit Lärm und zurückgehende Umsätze verkraften müssen. Wenn sie jetzt durch Hinweise auf Gehwegen Angebote machen, sei das nicht nur legitim, sondern verständlich.

Ähnlich äußerte sich Franz Schuler (CDU). Natürlich müsse man verkehrsrechtliche Vorschriften beachten, wie den erforderlichen Mindestabstand vom Fahrbahnrand, aber sofort Vorschriften zu erlassen, sei nicht der richtig Weg. Aufsteller könnten zur Umsatzsteigerung beitragen, begrüßte Heidrun Holzäpfel (FW) die sich bietende Möglichkeit. Stadtrat Michael Bühler (FW) war der gleichen Meinung - und fand die Idee, den Werbering einzubinden, zielführend. "Deshalb sollten wir heute keine Entscheidungen treffen", setzte Dieter Renz den Schlusspunkt unter eine lebhafte Debatte.

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