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Altensteig (Württ.) Weiter für den ländlichen Raum kämpfen

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Namhafte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Handwerk waren beim achten Abend des Handwerks in Garrweiler zugegen. Foto: Fritsch (2)/Härtel

Altensteig-Garrweiler - Das Handwerk, seine Zukunft und der ländliche Raum - diese Dinge standen im Mittelpunkt des achten - von Kreishandwerkerschaft und Landratsamt - veranstalteten Abend des Handwerks am Dienstag.

Da passte es perfekt, dass die Firma Fritz Schlecht/SHL in Altensteig-Garrweiler Gastgeber des Abends war - und das nicht nur weil das kleine Garrweiler ein geradezu idealtypisches Beispiel für den ländlichen Raum ist.

"Handwerk ist Zukunft und wir haben Lust auf Zukunft." Mit diesen Worten begrüßte Ralf Schlecht, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Hubert führt, die Gäste aus dem ganzen Landkreis in seinem Unternehmen. Und Schlecht hat nicht nur Lust auf Zukunft, er hat auch Lust auf den ländlichen Raum. Mit Stolz und Selbstbewusstsein bezeichnete er sein Unternehmen als "gelebten ländlichen Raum" und gab ein unmissverständliches Bekenntnis zum Standort Kreis Calw, zum Standort Altensteig und zum Standort Garrweiler ab. Gegründet in Altensteig als Handwerksbetrieb mit fünf Leuten entwickelte sich die Firma am Standort Garrweiler zum deutschlandweit agierenden Hotel- und Objekteinrichter mit inzwischen fast 100 Mitarbeitern und einem Standort mit gut 10.000 Quadratmetern Nutzfläche, von dem man aus hochkarätige Aufträge in der ganzen Republik erledigt. Darunter auch die Komplettausstattung von 250 Häusern im neuen Center Park Allgäu in der Nähe von Leutkirch.

Das Handwerk erlebt eine Renaissance

Das brachte der Firma übrigens den Anruf eines in der Region noch recht bekannten Politikers ein: Hansjörg Henle, einst Kreisrat und Bürgermeister von Haiterbach und jetzt Stadtoberhaupt von Leutkirch, habe sich bei ihm gemeldet und habe kaum glauben können, dass dieser Großauftrag in seine alte Heimat Kreis Calw gegangen war, berichtete Ralf Schlecht.

Für den Ausrichter des Abends, Landrat Helmut Riegger, hatte Firmenboss Schlecht nur Lob und Anerkennung übrig: "Wir bedanken uns bei Helmut Riegger dafür, dass er in dieser Art und Weise für den ländlichen Raum kämpft", so Schlecht.

Riegger versicherte in seiner Ansprache, genau diesen Kampf für den ländlichen Raum und das Handwerk fortsetzen zu wollen. Das Handwerk im Kreis Calw sei mit einem Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro und mehr als 42.000 Arbeitsplätzen die zentrale wirtschaftliche Größe im Landkreis Calw, die zudem mit knapp 800 Azubis in die Zukunft des Standortes investiere. Für Riegger steht außer Frage, dass das Handwerk derzeit eine Renaissance erlebe und eine Zukunft im Landkreis Calw habe.

Und weil das Handwerk im Kreis inzwischen zum Exportschlager geworden sei, müssten die Verkehrswege in der Region und aus der Region hinaus in Ordnung sein, seien es nun Straßen wie die B 463, die für 30 Millionen zwischen Nagold und Pforzheim ausgebaut werden soll, oder die Hesse-Bahn, in die man 60 Millionen Euro investieren werde.

Mobilfunkversorgung soll optimiert werden

Wirtschaft im allgemeinen und das Handwerk im Speziellen seien auf einen ausreichenden Breitbandanschluss und eine gute Mobilfunkversorgung angewiesen, sagte der Kreischef. Deshalb habe man als Landkreis 440 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und versorge gerade in 13 Kommunen jedes Haus mit Glasfaser. Was die Gewerbegebiete im Kreis angeht, seien bereits alle mit Glasfaser versorgt, betonte Riegger in der vollbesetzten Versandhalle von Schlecht/SHL.

Wie beim Glasfaser müsse der Landkreis jetzt erneut auf einem Sektor aktiv werden, der eigentlich nicht in den Zuständigkeitsbereich eines Landratsamtes falle: die Mobilfunkversorgung. Riegger forderte vom Bund die einst zugesagten zehn Millionen Euro Zuschüsse ein. Damit werde man im Kreis die Mobilfunkversorgung optimieren, indem man Funkmasten baue. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mal zum Funkmastkönig werde", kommentierte der Landrat süffisant die Vorgänge.

Auch über diese Projekte hinaus sicherte Riegger dem Handwerk seine und die Unterstützung des ganzen Landratsamts zu: "Das Handwerk steht zu seinen Leuten und wir stehen zum Handwerk", machte er deutlich. Das gelte natürlich auch für die Berufsschulen, die auch die volle Unterstützung des Kreistags hätten, stellte der Kreischef klar.

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