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Altensteig (Württ.) Überraschend hohe Gebote

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Die Wohnhäuser Hauptstraße 26 und 28 in Altensteig-Berneck wurden zwangsversteigert.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Bei einer Zwangsversteigerung von zwei abbruchreifen Wohnhäusern in Berneck gehörte die Stadt Altensteig zu den Bietern – um für die Stadtentwicklung den Zuschlag zu erhalten. Doch die Preise stiegen unerwartet hoch.

Altensteig. "Die Angebote sind durch die Decke gegangen, da konnten wird als Stadt nicht mithalten", teilte Bürgermeister Gerhard Feeß in der jüngsten Gemeinderatssitzung das Ergebnis einer Zwangsversteigerung zweier Wohnhäuser in der Bernecker Hauptstraße 26 und 28 mit.

Weil der Kommune die städtebauliche Entwicklung des Altensteiger Stadtteils am Herzen liegt und der Abbruch der beiden, seit vielen Jahren leerstehenden Gebäude ins Konzept passt, wurde der Rathauschef ermächtigt, am 17. Oktober nach Calw zu fahren, an der um 9 Uhr beginnenden Versteigerung im Kursaal Hirsau teilzunehmen und bis zu einer bestimmten Summe mitzubieten.

"Wir waren chancenlos"

Feeß nahm seine Bauamtsleiterin Nadine Hentschel mit. Beide waren ziemlich sicher, dass Altensteig den Zuschlag erhält. Wer sollte für zwei alte, ziemlich heruntergekommene Immobilien schon viel Geld in die Hand nehmen? Deshalb lag der Verkehrswert auch nur bei einem Euro. Als Rechtspfleger Martin Ertle nach der Vorstellung beider Objekte die Zuhörer aufforderte, Angebote abzugeben, setzte zur allgemeinen Überraschung ein heftiges Wettbieten ein und den Vertretern der Stadt blieb nur ungläubiges Staunen und am Ende Kopfschütteln übrig.

"Wir waren chancenlos", fasste Feeß seine Bemühungen im Gemeinderat zusammen. Weil er bis zum Schluss der Versteigerung im Kursaal blieb, bekam er den endgültigen Verkaufspreis mit. Das Wohnhaus in der Hauptstraße 26 wechselte für 80 000 Euro den Besitzer, das Haus in der Hauptstraße 28 für 115 000 Euro.

Nach Informationen des Schwarzwälder Boten hatte auch die Besitzerin des nahegelegenen Hotels großes Interesse am Erwerb, hielt lange Zeit mit, musste aber irgendwann die Segel streichen. Der Name des neuen Eigentümers war den Zuhörern nicht bekannt und Rechtspfleger Ertle machte gegenüber unserer Redaktion keine Aussagen. Beide Wohnhäuser hatte der Vorbesitzer der Traube, Dieter Wurster vor Jahren gekauft und an Flüchtlinge vermietet.

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