Sie machten sich vor Ort ein Bild von der Kabelverlegung durch die Stadtwerke Altensteig in der Dorferstraße: Achim Braun, Bauleiter vor Ort der Firma Kirchhoff, Bürgermeister Gerhard Feeß, der Technische Leiter der Stadtwerke, Günther Garbe, und Klaus Bagusat vom gleichnamigen Ingenieurbüro (von links). Foto: Sannert

Die Freileitungen sollen verschwinden. Arbeiten haben bereits Altensteigdorf erreicht. Wart soll folgen.

Altensteig - Bis 2016 sollen alle Einwohner der Gesamtstadt am neuen Stromnetz der Stadtwerke Altensteig hängen. In Spielberg sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen. In den nächsten Tagen werden sie in Altensteigdorf beginnen. Und noch im Herbst kommt Wart an die Reihe.

Auslöser der Bauarbeiten ist die Stromnetzübergabe der EnBW an die Stadtwerke Altensteig (SWA). Mit den Bauarbeiten, die an der Kreuzung Dorferstraße/Grenzweg nach den Sommerferien beginnen und die noch vor Wintereinbruch abgeschlossen sein sollen, wird Altensteigdorf an das 20 000-Volt-Stadtnetz angeschlossen. Bislang wird der Ort über zwei Trafostationen – eine am Ortsrand und eine in der Heerstraße – sowie über 400-Volt-Freileitungen versorgt.

"Wir machen aus zwei Trafostationen eine", erklärt der Technische Leiter der SWA, Günther Garbe. Die künftige Trafostation mit neuer Schaltanlage wird an der Straße nach Altensteigdorf auf Höhe des Sportplatzes stehen und Wartungsarbeiten enorm vereinfachen. Durch das neue Leitungsnetz werde es auch keine atmosphärische Störungen oder Probleme bei starken Stürmen – wie zuletzt bei Orkan Lothar – mehr geben. "Das Netz wird optimiert und dadurch sicherer und leistungsfähiger", verspricht Garbe. An die neue Trafostation wird auch gleich die Dorferstraße in Altensteig mit angehängt. Später soll noch das neue Baugebiet "Kirchspielweg" dazu kommen.

In Altensteigdorf werden in der Heerstraße ebenso wie in der Zumweilerstraße und im Allmandweg noch in diesem Herbst bis zu drei Niederspannungsleitungen verlegt, um später im ganzen Ort die Freileitungen entfernen zu können. In die Gräben kommen auch gleich Erdgasleitungen und Leerrohre für die Glasfaserversorgung mit hinein. Für die Einwohner in Altensteigdorf gilt: Wer sich einen Gasanschluss ins Haus legen lässt, bekommt von den Stadtwerken kostenlos ein Glasfaserleerrohr dazu. Mit drei Niederspannungsleitungen, da ist sich der SWA-Leiter sicher, ist nicht nur die Energieversorgung sondern gleichzeitig auch deren Abführung für die Zukunft gesichert, sollten sich einige Dörfler für ein Blockheizkraftwerk oder für eine Photovoltaikanlage entscheiden.

Die Baggerarbeiten in der Dorferstraße haben auch noch eine zweite Baumaßnahme nach sich gezogen: Weil es dort so viele Interessenten für einen Erdgasanschluss gibt, habe man sich kurzfristig dazu entschlossen, die Leitung im Gehweg der Dorferstraße gleich mit zu verlegen. Und weil dabei festgestellt wurde, dass die Stromkabel aus den 1960er-Jahren stammen, habe man sich auch gleich für eine neue Hauptleitung bis zur Burgstraße und zur Gymnasiumstraße entschieden.

"„Wir erreichen damit eine sehr hohe Versorgungssicherheit", macht Günther Garbe deutlich. Um den Schulbusverkehr nicht zu behindern, musste diese Maßnahme vorgezogen und in die Ferienzeit verlegt werden.

230 000 Euro werden die Erdarbeiten in Altensteigdorf kosten. Für die Dorferstraße kommen weitere 70 000 Euro dazu.

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