Sandra Seltenreich ist jetzt für das Altensteiger Schlossmuseum zuständig.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Schlossmuseum: Sandra Seltenreich ist neue Mitarbeiterin / Schnittstelle zwischen Rathaus und Verein

Die Stadt Altensteig hat eine neue Mitarbeiterin für das Schlossmuseum. Sandra Seltenreich ist 29 Jahre alt und wohnt in Freudenstadt. Nach dem Abitur hat sie an der Universität Karlsruhe Germanistik, Kulturmanagement und Kulturarbeit studiert.

Altensteig. Bevor sich Sandra Seltenreich nach der erfolgreichen Master-Abschlussprüfung am Karlsruher Institut für Technologie um die ausgeschriebene Stelle beworben hatte und gegen mehrere Mitbewerber durchsetzte, absolvierte sie ein Praktikum im Kreisarchiv Freudenstadt und im Ortsarchiv Baiersbronn. Geschichtliche Ereignisse und Entwicklungen haben sie nach eigener Aussage schon immer interessiert und Burgen auf sie eine besondere Faszination ausgeübt.

Mit der kreativen Tätigkeit im Schlossmuseum, die Vorbereitung und Organisation von Ausstellungen, der Kontakt mit Leihgebern und Kunsthandwerkern sei ein Wunsch in Erfüllung gegangen.

Die 29-Jährige sieht sich als Schnittstelle zwischen dem Rathaus und dem Heimat- und Geschichtsverein als Träger der historischen Einrichtung. Von beiden Seiten habe sie in der Einarbeitungszeit große Unterstützung erfahren, ebenso von den beiden Museumsmitarbeiterinnen Elke Sautter und Bettina Stierle, die derzeit mit Aufräum-, Einräum- und Lagerarbeiten beschäftigt sind.

Nach der baldigen Wiedereröffnung des Museums sehnt sich auch der Pressebeauftragte der Stadt, Sascha Wittich. "Wir können unsere Hausaufgaben machen, alles andere muss die Politik entscheiden." Besonders die im vergangenen Jahr wegen Corona ausgefallene Weihnachtsausstellung mit der Überschrift "Kulturgut Spiele" würde er gerne nachgeholt wissen – was nach Stand der Dinge auch der Fall sein dürfte. Mit großem Aufwand und Herzblut seien an die 500 Gesellschafts- und Brettspiele, Würfel, Figuren und Karten zusammengetragen worden. Nicht nur damit befasst sich das städtische Kulturamt und der Heimat- und Geschichtsverein.

Geplant sind im laufenden Jahr eine Werkschau und Aktionstage. Dabei orientiert man sich teilweise an überregionalen Veranstaltungen, wie dem am 16. Mai zum 44. Mal ausgetragenen Internationalen Museumstag, dem Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September – der diesmal unter der Überschrift "Schein und Sein in der Geschichte, Architektur und Denkmalspflege" steht – und der kreisweite Aktionstag am 9. Oktober.

Ferner habe man vor, im Sommer eine Intarsienausstellung mit Theo Widmann aus Deckenpfronn zu organisieren. Dekorative Einlegearbeiten aus Holz zu fertigen, sei eine handwerkliche Kunst. Außerdem soll es im Alten Schloss ein Wiedersehen mit Puppendoktorin Vreni Kunz aus der Schweiz geben, die in ihrer Sprechstunde Puppen und Bären von Besuchern in Augenschein nimmt, Diagnosen stellt, ihre Patienten an Ort und Stelle "heilt" oder zur Reparatur in ihr Atelier nach Uster mitnimmt.

Für Sandra Seltenreich lohnt sich bereits die Dauerausstellung auf vier Stockwerken mit vielen Exponaten. "Diesen Eindruck habe sie bereits zu Beginn ihrer neuen Tätigkeit gewonnen."

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