Fusion nach Auflösung des bisher selbstständigen Ortsvereins Ebhausen/Rohrdorf. Zu noch zehn Mitglieder.
Altensteig/Ebhausen - Die SPD-Ortsvereine Altensteig und Ebhausen/Rohrdorf haben sich zusammengeschlossen. Vollzogen wurde die Fusion am Wochenende bei einer außerordentlichen Versammlung im Löwentreff der Arbeiterwohlfahrt.
Die neue Führung setzt sich nach den Wahlen zusammen aus dem ersten Vorsitzenden Martin Spreng (Altensteig), seiner Stellvertreterin Ursula Utters (Altensteig), der Kassiererin und Schriftführerin Angelika Arnold (Altensteig) sowie den Beisitzern Heinz Hinsche und Andreas Böpple (beide Ebhausen).
Günter Wittlinger: "Saßen manchmal nur zu zweit am Tisch"
Der Zusammenschluss im Löwentreff in Altensteig ist die Konsequenz aus der Auflösung des bisher selbstständigen Ortsvereins Ebhausen/Rohrdorf. "Wir hatten zum Schluss nur noch zehn eingeschriebene Mitglieder und saßen nach der schweren Erkrankung unseres Vorsitzenden Horst Basalla manchmal nur zu zweit am Tisch", begründete Ebhausens Kassierer Günter Wittlinger die Neuausrichtung. An den SPD-Landesverband hätte man das Guthaben in der Kasse nicht überweisen wollen, sondern nach einer anderen Lösung gesucht.
Der Ortsverband Ebhausen/Rohrdorf existierte seit 1972. Unter anderem wurde die Sozialdemokratische Wahlgemeinschaft (SDW) unterstützt, die zurzeit fünf Vertreter in den Gemeinderat Ebhausen entsendet. Im Ortsverband Altensteig haben 24 Männer und Frauen ein Parteibuch. Gemeinsam will man laut Spreng in unterschiedlichen Gremien auf Orts- und Kreisebene jetzt stärker als bisher kommunalpolitische Ideen einbringen und Perspektiven aufzeigen.
Für 30-jährige Mitgliedschaft in der SPD wurde im Löwentreff in Altensteig Claus Gerlach aus Walddorf mit einer Urkunde und einem Abzeichen geehrt, für zehnjährige Zugehörigkeit wurden Ursula Utters, Margret Abel und Benjamin Zachrich ausgezeichnet. Zur Kreisdelegiertenkonferenz am 7. März in Bad Teinach fahren Margret Abel, Andreas Böbble, Martin Spreng und Ursula Utters. Im Fall der Verhinderung halten sich Reinhard Bartsch, Heinz Hinsche und Benjamin Zachrich bereit.
Angeregt wurde, zu den Sitzungen des neuen Ortsvereins Altensteig-Ebhausen auch SPD-Gemeinderäte einzuladen, "um über kommunalpolitische Entscheidungen aus erster Hand informiert zu werden" – so ein wichtiges Anliegen des neuen Vorsitzenden Martin Spreng.
Auf programmatische Inhalte wurde bei der Zusammenkunft in Altensteig verzichtet. Lediglich Ursula Utters nahm bei dieser Gelegenheit zur Situation der Krankenhäuser im Kreis Stellung. Die SPD-Kreisrätin spricht sich "wegen des größeren Einzugsbereichs" dafür aus, die Orthopädieabteilung nach Nagold zu verlegen. Die Klinik in Calw sollte ihrer Meinung nach in verkleinerter Form bestehen bleiben – und damit auch die neurologische und psychiatrische Abteilung.