Richtfest wurde am linken Teil des Gebäudekomplexes "Wohnen am Rosenplatz" gefeiert.                                                                                 Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Richtfest: Auf dem Rosenareal entsteht ein Millionenprojekt

Altensteig. Im Kreis der am Bau Beteiligten fand am neuen Wohn- und Gewerbekomplex auf dem Rosenareal das Richtfest statt. Zimmermeister Rudi Müller betonte bei seinem Richtspruch das tolle Miteinander von allen Seiten, bei dem im Herzen der Stadt ein schönes Werk gelungen sei.

Der Rohbau am linken Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses im Quartier "Wohnen am Rosenplatz" ist fertiggestellt, der Dachstuhl aufgeschlagen und die bunten Bänder des Richtbaums flatterten im Wind. Hier werden bis zum Frühjahr 2021 auf 676 Quadratmetern neun Eigentumswohnungen und Räumlichkeiten für eine gewerbliche Nutzung entstehen. Zum Komplex zählt auch das im rückwärtigen Bereich liegende Wohngebäude mit 14 Eigentumswohnungen auf 1037 Quadratmetern. Das gesamte Ensemble besteht aus drei Gebäuden, an denen zwei Bauherren ebenso tätig sind wie die beiden Architekturbüros Hauserpartner sowie Theurer und Mäder.

Seitens der Stadt Altensteig zeigte sich Bürgermeister Gerhard Feeß sehr angetan von dem außergewöhnlichen Objekt, dessen Dimensionen, so seine Worte, von der Straße aus nicht stark wahrnehmbar seien. Die hochwertigen Wohnungen in unterschiedlichen Größen eröffnen dabei neue Blicke auf das Städtle, schwärmte der Rathauschef. Gegenüber sei eine Freifläche auf dem Gelände des ehemaligen Modehauses Krebs vorgesehen, mit Zugang zur Nagold und dem dort entstehenden Rosenplatz – mitten im Herzen von Altensteig.

Zunächst war seitens des Architekturbüros Hauserpartner ein Stockwerk mehr geplant, worauf man zugunsten der Altstadt-Silhouette verzichtet habe. Die Mohab GmbH aus Nürnberg mit Arnold Geiger als Investor war in die Bauphase gestartet trotz unverkaufter Wohnungen. Hinzu kam der Ausbau der parallel verlaufenden städtischen Hauptverkehrsader und der in dieser Phase als Umleitungsstrecke fungierenden Rosenstraße, die den Handwerkern das Arbeiten in diesem engen Bereich erschwerte.

Beim Richtfest war auch die Bauherrin des Nachbargebäudes, Beatrix Bossenmaier-Theurer anwesend, die zunächst selber bauen wollte, dann aber gemeinsam mit Projektsteuerer Hermann Unsöld ihre Ideen und die der Mohab verbunden hat. Dabei ging es um benötigte Stellplätze, die letztendlich in einer gemeinsamen Tiefgarage realisiert werden konnten. Laut Unsöld befinden sich unter den nebeneinander liegenden Gebäuden insgesamt 16 Stellplätze, vier Garagen und zwei weitere Stellplätze sind beim linken Gebäudeteil, dem künftigen Gewerbe- und Wohngebäude, zu finden.

Von allen Seiten wurde betont, dass es nicht selbstverständlich sei, dass beim gleichzeitigen Baubetrieb von zwei getrennten, aber benachbarten Bauvorhaben diese so gut miteinander kooperieren. "So macht bauen Spaß", klang Hermann Unsöld mehr als überzeugt von dem guten Miteinander auf der Großbaustelle des sieben Millionen Euro teuren Projektes.

Im Rahmen des Richtfestes, das mit einem Umtrunk fortgesetzt und gefeiert wurde, stellte sich auch König Immobilien aus Calw vor, die die Vermarktung der teilweise noch zum Verkauf stehenden Wohnungen ebenso übernehmen wird wie die künftige Hausverwaltung. Der auf dem Grundstück momentan noch stehende Baukran soll bis Ende Oktober abgebaut werden.

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