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Altensteig (Württ.) Montagshüpfer als leuchtende Geister

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Die Hexen aus Calw sorgten für einen schaurigen Part im Programm des Handballfaschings. Foto: Kosowska-Németh Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Maria Kosowska-Németh

Das Faschingsfest der Altensteiger Handballer stand ganz im Zeichen der gewonnenen Europameisterschaft.

Altensteig. Viele Fasnetfans folgten der Einladung der familiären Sportgemeinschaft und erlebten eine tolle Zeit bei erstklassiger Unterhaltung und in einer Megalaune.

Die Markgrafenhalle glich einem mit Menschenmassen gefüllten Pulverfass. Die hämmernd-rhythmische Techno- und Heavy-Metal-Musik drohte das Gebäude regelrecht zu sprengen, die geballten Dezibelwellen suchten sich den Weg durch die Wände hindurch und entluden sich auf den von Nebel umhüllten Parkplätzen.

In dem bis zum Bersten gefüllten Saal wimmelte es nur von fantasievoll kostümierten Figuren. Zahlreiche Piraten, Kreuzritter, Harlekins, Clowns und Orientalen, wie im bunten Kaleidoskop gingen Knastbruder, Kapuzenmönch oder stilvolle Gothic-Dame aneinander vorbei. Auch die Tanzmariechen mischte sich unter die Menschenmenge. Immer wieder erschallte von der Bühne das klangvolle "Narri!" und alle Kehlen riefen mit gewaltiger Kraft "Narro!" zurück.

Fast ein halbes Jahr arbeitete das zwölfköpfige Faschingskomitee mit seiner Präsidentin Tanja Seeger an der Gestaltung des Festes. Der 8. Handballfasching sollte noch besser werden, noch mehr Gäste anziehen als in den Vorjahren. In das Konzept flossen zwei lange, einstündige Shows mehrerer Gruppen aus Calw, Altensteig und benachbarten Gemeinden ein. Die Moderation übernahm "Mallorca Dreamteam" mit Harry Hauser alias "Jürgen Drefs" und Friede Seeger als "Miggie Krause". Die achtköpfige Kapelle "Original Enztäler" mit Benedikt Stritt (Gesang, Trompete) sorgte für beschwingte Tanzmusik.

Bereits im ersten Block empfing das Publikum mit Begeisterung die Auftritt von der Altensteiger SCC-Jazzdance Company und vereinseigene Premiere der A-Jugend Cheerleaderdance. Zum Schluss beschworen die Kuckucks-Gugga aus Haiterbach die bösen Geister mit ihrer lärmenden Faschingsmusik. Ein Heidenspaß gleichermaßen für die "Lumpenkapelle" und alle Narren, da der Fasching auch von Gruseln und gewollter Hässlichkeit lebt.

Weiter ging es wirklich gespenstisch zu mit dem gut eingeübten, schaurigen Sabbattanz, den die Calwer Hexen zur Höllenmusik veranstalteten. Effektvoll setzten sie in Szene ihre unheimlich rot leuchtende Augen und Kostüme samt Besen und dem Totenkopf-Stab. Schließlich bauten sie eine echte Hexen-Pyramide mit einem Knirps ganz oben. Seit langer Zeit standen schon viele Zuschauer auf den Bierbänken, alle johlten, pfiffen, kreischten und applaudierten unermüdlich, verlangten Zugaben. Die Spannung wuchs von Minute zu Minute.

Bis zum letzten Moment hüteten die Walddorfer Montagshüpfer das Geheimnis um ihren Auftritt, jetzt erschienen sie auf der Bühne bei mitternächtlichem Glockenschlag, in tiefer Dunkelheit körperlosen Geistern gleich. Lediglich fluoreszierende Streifen markierten effektvoll ihre schwebenden Bewegungen.

Die allgemeine Begeisterung erreichte somit den Höhepunkt, dem folgte die Après-Showparty mit Zensi und ihren "Madels". Bis in die tiefe Nacht hinein tanzten und feierten die Gäste die fünfte Jahreszeit.

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