Im Altensteiger Markgrafenstadion kann man jeden Mittwochnachmittag für das Sportabzeichen trainieren. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Fitness: Im Markgrafenstadion trainieren längst nicht mehr nur Altensteiger für das Deutsche Sportabzeichen

Unter Regie der Altensteiger TSV-Turnabteilung kann man für das Deutsche Sportabzeichen trainieren und die Prüfungen ablegen. Die Teilnehmer kommen längst nicht mehr nur aus der Flößerstadt.

Altensteig. Da staunte nicht nur Mutter Christin Köbele: 4,40 Meter weit ist ihr Sohn Emil bereits beim ersten Versuch im Markgrafenstadion gesprungen. Auch die anderen Teilnehmer schlugen sich an diesem Nachmittag wacker. Übungsleiterin Renate Lehmann von der Turnabteilung Altensteig rechnet mit 80 bis 100 Teilnehmern – im vergangenen Jahr waren es 94 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die das Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Bundes erhielten.

"Aus Simmersfeld liegen bereits 40 Anmeldungen vor", zeigt sich Renate Lehmann, die mit ihrer Tochter Simone seit vielen Jahren das Training leitet, hocherfreut. "Dafür dürfen es aus Altensteig ruhig mehr werden als die bisherigen zwölf", hofft sie auf weitere Anrufe.

Die Übungsleiterin setzt auf die Tennisabteilung Altensteig. Aus deren Reihen kam 2020 mit Hermann Unsöld auch der älteste Teilnehmer. Er hat alles mitgemacht, was angeboten wurde und beim Standweitsprung, Kugelstoßen, Ballweitwurf, Seilhüpfen und Kurzbahnschwimmen jedesmal die geforderte Norm weit übertroffen. Das goldene Sportabzeichen hat er sich, laut Renate Lehmann, "mehr als verdient".

Dieses Jahr läuft dieAktion nochbis September

Des Weiteren rechnet die Übungsleiterin mit einer starken Gruppe aus Emmingen – beim vorangegangenen Mal haben zwölf Erwachsene und Schüler aus dem Nagolder Teilort mitgemacht. Aus Aichelberg, Nagold, Ebhausen, Simmersfeld, Bad Rippoldsau-Schapbach, Haiterbach und anderen Orten konnte sie ebenfalls Freizeitsportler willkommen heißen.

„Bis September besteht die Möglichkeit, sich in den Kategorien Ausdauer (Radfahren, Laufen, Schwimmen), Kraft (Kugelstoßen, Ballweitwurf, Bodenturnen), Schnelligkeit (kurze Laufstrecken) und Koordination (Hochsprung, Weitsprung, Seilspringen, Schleuderball) zu messen. Neben dem Deutschen Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze kann man sich für das Österreichische bewerben, bei dem die geforderten Leistungen etwas geringer ausfallen. Auch hier winken als Lohn für die Anstrengungen Urkunden und Anstecknadeln.

Es gibt viele "Wiederholungstäter", die bereits 20-, 30- oder sogar 50-mal dabei waren. Die Übungsleiterin war selbst bereits 35-mal erfolgreich, ihre Tochter Simone 20-mal. Geehrt werden im Oktober sowohl der jüngste – bis jetzt ist das Leo Seeger aus Haiterbach – und der älteste Teilnehmer – derzeit Emil Theurer (67) aus Simmersfeld – , die am stärksten vertretene Gruppe, die Familie mit den meisten Angehörigen und Schnupperkinder – wie der fünfjährige Matteo Lehmann, der für den 400-Meter-Lauf vor wenigen Tagen nur 2:08 Minuten benötigte.