Die Altensteiger Unterstadt wird saniert und neu gestaltet. Ein Ziel ist die Aufwertung des Marktplatzes. Der Busverkehr wird verbannt, die Parkplätze werden aufgelöst. Hausbesitzer können ab Herbst Fördermittel für Sanierungen beantragen. Foto: Köncke

Stadt Altensteig und Planungsbüros informieren über die bevorstehende Sanierung der Unterstadt.

Altensteig - Nach der Zusage des Stuttgarter Wirtschaftsministeriums über die Gewährung von Fördermitteln in Millionenhöhe können Hauseigentümer im Sanierungsgebiet "Altensteiger Unterstadt" Zuschüsse für bauliche und energetische Maßnahmen beantragen.

Vorher muss noch eine förmliche Gebietsabgrenzung erfolgen. Damit hat die Stadt die KE (Kommunalentwicklung Baden Württemberg) beauftragt. Sie ist dabei, den Zustand und die Nutzung von Gebäuden unter die Lupe zu nehmen und Leerstände zu erfassen. Nach dem Rundgang werden die Eindrücke in einer Fotodokumentation zusammengetragen.

Einen ersten Einblick der Voruntersuchung erhielten die Besucher der Informationsversammlung im Bürgerhaus. Dabei wurden auch Fördermöglichkeiten angesprochen. Für Modernisierungsmaßnahmen werden Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent bar ausbezahlt. "Und Abbruchkosten können bis zu 100 Prozent übernommen werden", erklärte Diplom-Verwaltungswirtin Sabine Morar.

Ihre Kollegin Anne Hartmann berichtete, dass in der Poststraße manche Gebäude "erhebliche Mängel aufweisen". Für ihre Besitzer könnte sich die Inanspruchnahme von staatlichen Zuschüssen "echt lohnen", zum Beispiel beim Austausch undichter Fenster, der Wiederherstellung kaputter Fassaden, Beseitigung einer mangelnden Sanitärausstattung "oder bei fehlender Wärmedämmung".

Weil Fördermittel bereits ab Herbst dieses Jahres zur Verfügung stehen, könnten Hausbesitzer bei einer beabsichtigten Sanierung schon mal beginnen, Angebote von Handwerkern einzuholen – "sofern die Gebäude im Sanierungsgebiet Untere Stadt II liegen", machten beide Mitarbeiterin der KE deutlich.

Anfang Mai wird die Stadtverwaltung deshalb eine Fragebogenaktion starten. Gefragt wird zum Beispiel, wie Hausbesitzer den Zustand ihres Gebäudes bewerten und wann zuletzt Sanierungen durchgeführt wurden. Bürgermeister Gerhard Feeß: "Wir sind auf Rückmeldungen angewiesen, damit der Gemeinderat Anhaltspunkte hat, wo die Grenze des Sanierungsgebietes gezogen werden soll." Wer den Fragebogen nicht ausfüllt, müsse sich darüber im Klaren sein, dass es bei einer Modernisierung "keine Fördergelder gibt".

Weitere Themen der Informationsversammlung waren die Bereiche Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Stärkung der Energieeffizienz. Die "Endura kommunal" hat ein Konzept entwickelt. Begonnen wird mit einer Begehung und Befragung: Wie alt ist die Heizung? Ist das Haus wärmegedämmt? Welche Energieträger werden eingesetzt? Für Endura-Mitarbeiterin Sandra Schmidt können energetische Maßnahmen Sinn machen, weil dadurch Kosten eingespart werden und die Immobilie "im Wert steigt".

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