Die Stadt Altensteig hat einen Flyer mit vielen Informationen zum Winterdienst herausgegeben. Foto: Stadtverwaltung

Stadt Altensteig gibt Broschüre heraus. Im vergangenen Jahr 51 Streueinsätze. 18 Betriebshofsmitarbeiter im Einsatz.      

Altensteig - Im November war es zu warm und im Dezember bisher zu mild. Frau Holle hat ihr Bett erst an zwei Tagen kräftig geschüttelt. Deshalb musste der städtische Betriebshof nur zweimal aktiv werden, um Straßen und Plätze, Gehwege und Staffelaufgänge vom Schnee zu befreien. Die Bevölkerung erwartet, dass der Räum- und Streudienst in der Gesamtstadt auf jeden Fall reibungslos funktioniert. Automatisch werden Fragen aufgeworfen: Wann und wie häufig wird geräumt? Welche Straßen kommen zuerst an die Reihe? Was für Pflichten haben Hausbesitzer und Mieter?

Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen neben überörtlichen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen die Zufahrten zu den Bildungseinrichtungen der Kernstadt. Bekanntlich werden an den Unterrichtstagen rund 2000 Schüler von 90 Bussen befördert – überwiegend auf der Dorfer Straße. Bevorzugt behandelt werden auch Kindergärten, Treppenanlagen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel und Fußgängerüberwege. "Anschließend kommen Wohnstraßen an die Reihe", informiert Betriebshofleiter Friedhelm Schuster über den Ablauf.

Drei Einsatzleiter überprüfen bereits um 3 Uhr die Wetterlage

Bei Schneefall und Eisbildung sind die Mitarbeiter des Betriebshofes ab 4 Uhr nachts aktiv. Drei Einsatzleiter überprüfen bereits um 3 Uhr die Wetterlage und fahren bestimmte Strecken ab. Bis zum Einsetzen des Busverkehrs um 6 Uhr sollten die Straßen frei sein, lautet die Vorgabe des Technischen Einsatzleiters Markus Calmbach. Weil Friedhelm Schuster im städtischen Tiefbauamt zusätzliche Aufgaben übernommen hat, ist der gelernte Landmaschinenmechaniker jetzt für die Organisation und Abwicklung des Winterdienstes zuständig

Zum Streuen wurden 350 Tonnen Material in den Silos des Betriebshofes und in der Altensteiger Bahnhofstraße gebunkert. Auf den Straßen und an Steilstrecken wird meistens trockenes Salz verwendet, auf öffentlichen Treppenaufgängen und Fußwegen zum Schutz der Umwelt überwiegend Splitt und Granulat. Die Mitarbeiter sind angewiesen, bei Bäumen und Straßenbegleitgrün auf den Einsatz von Salz zu verzichten. Zur Verfügung stehen sechs große Räum- und Streufahrzeuge sowie sieben Schmalspurtransportmaschinen. Gut kann sich der Betriebshofleiter an den letzten Winter erinnern, als von Mitte Dezember bis Ende Februar 51 Einsätze gefahren werden mussten.

Dass die Bevölkerung von Altensteig ihren Beitrag leisten muss, steht für Schuster außer Frage. So seien Anwohner verpflichtet, Gehwege und Flächen am Fahrbahnrand werktags bis um 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis um 9 Uhr zu räumen und zu streuen. Die Pflicht endet um 21 Uhr.

Auf Wendeplatten dürfen keine Autos abgestellt werden.

Einsatzleiter Calmbach bittet darum, den Einsatzfahrzeugen mit einer Breite von 2,70 bis 3,50 Meter die Vorfahrt zu gewähren. Auf Wendeplatten dürfen keine Autos abgestellt werden. Weitere Tipps und rechtliche Hintergrundinformationen kann man einem Flyer entnehmen, der im Altensteiger Rathaus und in den Ortsteilen ausliegt oder auf der Internetseite der Stadt unter www.altensteig.de/winterdienst heruntergeladen werden kann.