Die Egenhauser Straße in Altensteig bedarf dringend der Sanierung. Foto: Köncke

Stadt rechnet mit zwei Millionen Euro weniger bei Gewerbesteuer. Nicht alle Projekte können verwirklicht werden.

Altensteig - In diesem Jahr rechnet die Stadt Altensteig mit einem Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen um zwei Millionen Euro. Darauf hat Kämmerer Udo Hirrle den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung eingestimmt. Aber nicht, weil die großen Unternehmen in Altensteig "schwächeln", sondern weil sie aufgrund der niedrigen Zinsen viele Investitionen tätigen würden, die sich auf das Betriebsergebnis auswirkten, stellte Bürgermeister Gerhard Feeß klar. Die Gewerbesteuer hängt vom Gewinn ab.

Weniger Einnahmen hätten zur Folge, dass 2014 nicht alle geplanten Projekte verwirklicht werden könnten, sondern in die kommenden Jahre verschoben werden müssten, sagte der Rathauschef. Was für seinen Kämmerer nicht bedeutet, "dass wir den Kopf in den Sand stecken".

Welche Vorhaben geschoben werden, darüber wird bei der Verabschiedung des Nachtragshaushalts entschieden, über den der neue Gemeinderat beratschlagt. Hirrle geht davon aus, dass der Ausbau der Egenhauser Straße ins Jahr 2015/2016 verschoben wird. Mit der ersten Tranche über 350.000 Euro müssten andere Haushaltslöcher gestopft werden. Die besorgte Frage einer Gemeinderätin, ob die Stadt dann nicht den vom Land 2009 gewährten Zuschuss über 186.000 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen zurückzahlen müsse, wurde vom Bürgermeister verneint. Man habe sich deswegen bereits bei der zuständigen Stelle erkundigt. Die Egenhauser Straße befindet sich in einem desolaten Zustand. Ein Vollausbau ist für Stadtbaumeister Hermann Unsöld "unumgänglich". Wie bekannt, wurde die frühere Landesstraße L 352 nach dem Bau der Ortsumfahrung Altensteig zur Gemeindestraße umgewidmet.