Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Altensteig (Württ.) Die Jüngeren haben diesmal die Nase vorn

Von
Die Nachwuchsforscher wussten in Altensteig Alt und Jung in Staunen zu versetzen. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Es ist für die Macher viel Aufwand, viel Arbeit und viel Stress. Trotzdem zieht Wettbewerbsleiter Klaus Gerlinger ein eindeutiges Fazit von "Jugend forscht 2020" in Altensteig: "Es hat wieder super Spaß gemacht."

Altensteig. Schon die Zahlen dieses Festivals der Forscher im Nordschwarzwald sind beeindruckend: 103 Nachwuchswissenschaftler aus 15 Orten und Städten mit 57 Forschungsprojekten, eine 31-köpfige, hochkarätig besetzte Fachjury, hunderte, wenn nicht tausende Besucher am Öffentlichkeitstag – und so manche Helfer im Hintergrund.

Als Macher im Vordergrund zogen gestern Vormittag der Wettbewerbsleiter Klaus Gerlinger und die Patenbeauftragte der Stadt Altensteig, Petra Rauser, ein zu großen Teilen positives Fazit des Wettbewerbs "Jugend forscht" im Nordschwarzwald, der in der Altensteiger Eichwaldhalle stattfand und in der benachbarten Justus-Perels-Halle seinen krönenden Abschluss fand.

Die Fachjury vergab in diesem Jahr insgesamt 13 Regionalsiege, die die Teilnehmer zur Teilnahme am Landeswettbewerb in Fellbach und Balingen berechtigen. Und in dieser Kategorie haben die jüngeren die älteren Forscher überflügelt. Sechs Regionalsiege gingen an Teilnehmer aus der Kategorie "Jugend forscht", in der Forscher zwischen 14 und 20 Jahren antreten. Sieben Regionalsiege gingen an die jüngeren Nachwuchswissenschaftler im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, die in der Kategorie "Schüler experimentieren" antreten.

"Das ist besser als alles, was die Bahn auf diesem Sektor zu bieten hat"

Was die Qualität der präsentierten Arbeiten angeht, hat sich ein ehemaliges Sorgenkind zum Star gemausert. Bei früheren Wettbewerben waren die Ausrichter froh, überhaupt ein Experiment in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften am Start zu haben. In diesem Jahr lieferte diese Sparte nach Ansicht von Wettbewerbsleiter Klaus Gerlinger "sehr gute Qualität" ab. Von vier Experimenten erreichten zwei einen Regionalsieg.

Traditionell hochwertig waren laut Gerlinger auch die Teilnehmer aus den Gebieten Technik und Arbeitswelt. Gute Ergebnisse lieferten auch die Mathematiker und Informatiker – unter ihnen zum Beispiel Marius De Kuthy Meurers und Theo Döllmann, die mittels Künstlicher Intelligenz voraussagen können, ob man seinen Anschlusszug verpasst oder nicht. "Das ist besser als alles, was die Deutsche Bahn auf diesem Sektor zu bieten hat", zeigte sich Gerlinger beeindruckt.

Demgegenüber fiel die Kategorie Biologie etwas ab. Einst äußerst beliebt, blieb sie in diesem Jahr komplett ohne Regionalsieger.

Was die Zahl der Teilnehmer angeht, hatte bei den Schulen das Otto-Hahn-Gymnasium Nagold mit zwölf Experimenten und 19 Teilnehmern klar die Nase vorn, gefolgt von der Realschule im Kreuzerfeld in Rottenburg (zwölf Teilnehmer) und der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb mit zehn Teilnehmern. Der renommierte und hoch dotierte CTS-Schulpreis ging ans Kepler-Gymnasium Freudenstadt.

Ins Schwärmen gerieten die Wettbewerbsmacher Klaus Gerlinger und Petra Rauser angesichts der Disziplin der Teilnehmer. Die durften erstmals im Hotel übernachten, genauer gesagt im Congress-Hotel in Altensteig-Wart. Dort lief nach Aussagen von Rauser und Gerlinger alles wunderbar und glatt. Das mulmige Gefühl im Vorfeld angesichts dieser Premiere erwies sich als völlig unbegründet.

Der krönende Abschluss war am Freitagnachmittag der Festakt in der Justus-Perels-Halle, der Stars aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu bieten hatte: den aus Altensteig stammenden Popsänger Josua Schwab, den Akrobaten und "Wall Clown" Tobias Wegner und den Chef des Instituts für Raumfahrtsysteme an der Universität Stuttgart, Stefanos Fasoulas. Im Mittelpunkt standen an diesem Nachmittag die jungen Stars der Wissenschaft: die 103 Teilnehmer des Wettbewerbs. Die bekamen in diesem würdigen Rahmen ihre Preise überreicht.

  Arbeitswelt:

- Luise Florentine Mast und Hannah-Marie Zakes vom Christophorus-Gymnasium Altensteig ("Der MiPlaFi – mit gutem Gewissen Wäsche waschen")

- Katrin Arbogast, Leni Theurer und Olivia Seeger vom Kepler-Gymnasium Freudenstadt ("Grün, rot, blau – welche Farbe ist dein Geschmack?")

  Chemie:

- Lea-Salome Marquardt vom Otto-Hahn-Gymnasium Nagold ("K.O. durch Gamma-Butyrolacton – mehr als nur ein intramolekularer Ester")

- Ronja Steiner und Binan Alsamak vom Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch ("Seifenblasen zum Anfassen")

  Geo- und Raumwissenschaften:

- Moritz Wolf und Antonio Schmusch von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und dem DLR School Lab Berlin-Adlershof ("All Sky View – Aufbau von Kamerastationen zur Überwachung der Himmelshelligkeit")

- Manuel Ehnes und Björn Steiner vom Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch ("FFF – Fotovoltaik for Future")

  Mathematik/Informatik:

- Marius De Kuthy Meurers und Theo Döllmann vom Kepler-Gymnasium Tübingen ("TrAIn_Connection-Prediction")

- Nils Steiner und Lukas von Zezschwitz vom Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch ("Das unschlagbare Ghostcar – Carrerabahnsteuerung mit einem Mikrocontroller")

  Physik:

- Marlon Walz vom Christophorus-Gymnasium Altensteig ("Der perfekte Flummi")

  Technik:

- Paul Masan und Martin Eichler von der Gewerblichen Schule Tübingen ("Rasenscanner")

- Leo Brösamle und Luca Brösamle vom Otto-Hahn-Gymnasium Nagold ("Wir bauen einen Thermocycler für die Polymerase-Kettenreaktion")

- Julian Schultheiss vom Gymnasium am Rosenberg in Oberndorf ("Solarbetriebener Wasserhahn mit Filter")

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.