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Altensteig (Württ.) Corona reißt Loch ins Stadtsäckel

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Die Stadt Altensteig wird in diesem Jahr wohl deutlich weniger Einnahmen haben als erwartet.Foto: dpa/Reinhardt Foto: Schwarzwälder Bote

Wegbrechende Gewerbesteuer, weniger Gebühren, geringere Einnahmen bei der Musikschule und im Kindergarten: Die Coronaepidemie macht sich bei der Stadt Altensteig gravierend bemerkbar. Der Kämmerer geht von rund drei Millionen Euro Wenigereinnahmen aus.

Altensteig. Im Haushaltsplan 2020 rechnet die Stadt mit Gewerbesteuereinnahmen von 6,5 Millionen Euro. Nach Aussagen von Udo Hirrle in der jüngsten Gemeinderatssitzung dürften es wahrscheinlich 4,1 Millionen Euro werden. Wegen der Kurzarbeit vieler Firmen rechnet der Kämmerer beim Anteil der Kommune an der Einkommensteuer mit 500 000 Euro weniger. Weil die Wettspielstätten geschlossen sind, gingen der Stadt monatlich rund 30 000 Euro an Vergnügungssteuer verloren und bei den Gebühren für den Besuch des Kindergartens in den Monaten März und April jeweils 37 000 Euro. Auch bei den Musikschuleinnahmen müsse man Abstriche von monatlich 30 000 Euro hinnehmen.

Weil im laufenden Etat der Stadt bereits ein Fehlbetrag von zwei Millionen Euro ausgewiesen wurde, könnten es durch Corona Ende des Jahres fünf Millionen sein.

Deshalb werde man nicht um einen Nachtragshaushalt mit veränderten Positionen herumkommen. Neu berechnet werden müsste dann auch die Gewerbesteuerumlage, weil die Einnahmen geringer ausfallen als erwartet. Hirrle geht von 250 000 Euro aus. Als Nothilfe vom Land seien bisher 142 000 Euro eingegangen.

Im September werde der Bund eine weitere Steuerschätzung durchführen, dann sehe man weiter, so Hirrle. Die Bundesregierung habe angekündigt, Städte und Gemeinden in Deutschland mit 77 Milliarden Euro zu unterstützen und wolle auch Altschulden übernehmen, brachte Gemeinderat Hartmut Hobler in der Sitzung vor. Darüber wollte der Kämmerer nicht spekulieren, eine endgültige Entscheidung stehe nach seiner Kenntnis noch aus.

Es werde auf jeden Fall zu Einschränkungen der Lebensqualität kommen, daran führt nach Ansicht von Bürgermeister Gerhard Feeß kein Weg vorbei. Pflichtaufgaben müssten auch in Zukunft erledigt werden, aber eine Kür könne man sich abschminken.

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