Martha Heukers (rechts) stellte die Rednerin Gisela Blatz aus Beutelsbach vor. Foto: Apis Foto: Schwarzwälder-Bote

Frauennachmittag: Rund 260 Besucherinnen in der Bömbachhalle

Altensteig-Spielberg. Rund 260 Frauen aus dem Bezirk Nagold/Neuenbürg der Apis – Evangelischer Gemeinschaftsverband Baden Württemberg – trafen sich in der Bömbachhalle in Spielberg Diakonin Martha Heukers führte durch die Veranstaltung mit Kaffee, Gesprächen, Referat und Büchertisch.

Ortspfarrer Ulrich Holland begrüßte die Gäste und meinte im Blick auf das Thema, Jesus Christus ermögliche es, dass Menschen versöhnt miteinander leben können – auch in Spielberg, wo sich Leute zum Gottesdienst und in Bibelkreisen und Gemeinschaften versammeln und einander achten.

Aus ihrem Leben, das vor 20 Jahren wie ein Kartenhaus zusammenstürzte, berichtete eine Frau, die nach dem Suizid ihres Mannes mit ihren drei kleinen Kindern viele Fragen an Gott hatte. Sie ließ die Zuhörerinnen teilhaben an ihrem Wechselbad der Gefühle von Schmerz, Wut und Zorn gegen den Mann, gegen sich selbst und gegen Gott. Sie schilderte den viele Jahre dauernden Prozess der Verarbeitung, bei dem ihr auch Freunde geholfen haben, so dass sie mittlerweile wieder gelernt hat, das Leben zu entdecken und Frieden zu schließen mit ihrem Leben, mit Gott und mit sich selbst.

Martha Heukers stellte die Rednerin Gisela Blatz aus Beutelsbach vor. Die Erzieherin lernte ihren Mann auf der Bibelschule Sankt Chrischona bei Basel kennen. Die Mutter und Oma liebt Gartenarbeit und begleitet gerne Menschen – vor allem Kinder.

Gisela Blatz stellte zunächst klar, dass sie keine Psychologin sei. Sie ermutigte die Zuhörerinnen, sich ihrer Geschichte zu stellen und sich von Perfektion und Idealen zu verabschieden, die beispielsweise durch Filme vermittelt würden. Zum Leben gehörten Brüche, Grenzen, Zweifel, Schuld und auch der Tod. Menschen, die solche Situationen durchlebt haben, könnten oftmals nach Jahren im Rückblick manches verstehen.

Schritte zur Versöhnung und Vergebung seien nötig und möglich. Belastende Familienmuster müssten manchmal durchbrochen werden. "Es gibt Dinge, da brauche ich auch als Christ fachkundige Hilfe. Ich kann das in Anspruch nehmen", so die Referentin. Damit gelinge das Loslassen von oft jahrelangen Verbitterungen und negativen Gedanken. Gisela Blatz machte den Frauen Mut, ihre Geschichte aktiv anzupacken, um zu erleben, dass auch aus tiefen Abgründen Neues entstehen kann.

Ein Projektchor aus Agenbach sang mit dem Publikum Lobpreislieder.