Boysen hat mit der Krise abgeschlossen. Seit Septem­ber letzten Jahres verzeichnet der Abgassystemspezialist wieder einen kräftigen Anstieg der Nachfrage. Foto: Boysen Foto: Schwarzwälder-Bote

Automobilzulieferer schreibt trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen

Von Matthias Buchner Altensteig. "Trotz vorsichtiger und maßvoller Planung und einer im September einsetzenden Aufholjagd haben wir unsere Wachstumsziele 2009 nicht erreicht", sagte Rolf Geisel, Geschäftsführer des Altensteiger Automobilzulieferers Boysen gestern in Altensteig (Kreis Calw). Immerhin schreibe man schwarze Zahlen und sei – verglichen mit vielen Mitbewerbern – glimpflich davongekommen.

Der Umsatz der Boysen-Gruppe sei im vergangenen Geschäftsjahr um 1,7 Prozent auf 634 Mio. Euro zurückgegangen. Dennoch habe man 70 weitere Mitarbeiter eingestellt, so dass man nun 1680 Beschäftigte habe.

Zum Ertrag macht der mittelständisch strukturierte Automobilzulieferer traditionell keine Angaben. Mit dem Umsatzrückgang endete für den Altensteiger Automobilzulieferer eine jahrzehntelange Wachstumsphase. Von 1979 bis 2008 hatte der Spezialist für Abgastechnik jedes Jahr zweistellige Umsatzzuwächse verbuchen können.

"Die Markteinführung der neuen E-Klasse sowie neue Motorisierungen unseres Kunden Daimler haben uns davor bewahrt, tiefer in die Krise hineingezogen zu werden", sagte Geisel. "Inzwischen haben wir mit der Krise komplett abgeschlossen", so Geisel, der für das laufende Geschäftsjahr wieder mit einem kräftigen Umsatzwachstum rechnet. Wenn der Aufwärtstrend anhalte, werde der Gruppenumsatz 2010 die 700-Mio.-Marke überspringen.

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