Suchen ehrenamtliche Helfer für die Integrationsarbeit: Hauptamtsleiter Thomas Bräuning (von links), Bürgermeister Gerhard Feeß, stellvertretenden EigenSinn-Stiftungsvorstand Hans-Martin Haist, Marilena Anton und Marianne Lindner vom Integrationsmanagement-Team sowie Gemeindediakon Gerd Gauß. Foto: Stadler

Stadt Altensteig braucht Paten für Asylbewerber. 50 Neuankömmlinge wollen integriert werden.

Altensteig - In Altensteig sind kürzlich 50 Neuankömmlinge eingetroffen, die bislang in verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften im Kreis wohnten waren und jetzt im Rahmen der Anschlussunterbringung in der Flößerstadt aufgenommen wurden. Um die sechs Familien und die alleinstehenden Männer kümmert sich ein mehrköpfiges Team, das dringend noch Paten sucht, die bei der Integration unterstützend mitwirken.

Bürgermeister Gerhard Feeß und Hauptamtsleiter Thomas Bräuning stellten das Altensteiger Team vor, das sich in drei Bereichen der sozialen Arbeit widmet. Diese umfasst die offene Jugendarbeit sowie die verlässliche Nachmittags- und Ferienbetreuung im Jugendhaus, die Schulsozialarbeit und das Integrationsmanagement für Personen in der Anschlussunterbringung.

Im Integrationsbüro, das beim Jugendhaus EigenSinn im mittleren Schulhaus angesiedelt ist, trifft man auf Marilena Anton und Marianne Lindner. Daneben ist Gemeindediakon Gerd Gauß vom Kirchenbezirk Nagold für die Koordination des Ehrenamts und der Integrationsarbeit seit mittlerweile mehr als zwei Jahren verantwortlich. Zunächst hat sich für ihn Anfang 2016 alles langsam entwickelt, bereits ab Mitte des Jahres war Gauß schon mit 50 Prozent Stellenumfang dabei.

Inzwischen, so Bürgermeister Gerhard Feeß, wurde im Bereich der sozialen Arbeit in Altensteig viel erreicht. Momentan steht das Team mit Gauß, Anton und Lindner vor einer neuen Phase im Bereich der Betreuung von Menschen, die aus Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis nach Altensteig in die Anschlussunterbringung übergesiedelt sind. Sie kommen überwiegend aus Ländern wie Syrien, Iran, Irak und Afghanistan und wohnen jetzt in Berneck, Überberg und Walddorf. Das Integrationsmanagement bringt zahlreiche Aufgaben mit sich, nicht nur Behördengänge, sondern auch Telefonate und nicht zuletzt die persönliche Betreuung der Neuankömmlinge, die erst mal Vertrauen in die noch fremde Situation und die ihnen noch fremden Menschen aufbauen müssen.

Hauptamtsleiter Thomas Bräuning berichtete, dass das klassische Integrationsmanagement oft über den Landkreis gesteuert und die Personalstellen seitens des Landes gefördert werden. In Altensteig hat diese Aufgabe die Stiftung EigenSinn übernommen. Um deren Arbeit mit den vorwiegend kurzen Wegen vorzustellen, war auch der stellvertretende Stiftungsvorstand, Hans-Martin Haist, anwesend. Er betreut innerhalb der Stiftung die Kinderwerkstadt EigenSinn. In Altensteig handelt es sich um die erste Stelle im Integrationsmanagement, die von der Stiftung betreut wird.

Für den Gemeindediakon und Flüchtlingsbeauftragten Gerd Gauß stehen Netzwerkarbeit und "kucken, wo’s brennt" mit einer Kombination aus professioneller Nähe und Distanz im Vordergrund seines Engagements im Bereich der Anschlussunterbringung für Menschen mit Bleibeperspektive.

Marianne Lindner wusste zu berichten, dass sprachlich bei den Neuankömmlingen alles vertreten ist und manchmal auch ein Dolmetscher unterstützen muss. Gute Kooperationen bestehen sowohl mit den Schulen als auch mit den Kindergärten, in denen die neu angekommenen Kinder einen Platz finden.

Gerd Gauß und das Integrationsmanagement-Team suchen ehrenamtliche Mitarbeiter, die bei freier Zeiteinteilung die neu angekommenen Menschen begleiten und ihnen durch persönliche Unterstützung Stabilität und vor allem Vertrauen geben. In regelmäßigen Treffen werden die Ehrenamtlichen in ihre Aufgaben eingeführt.

Für Samstag, 28. Juli lädt der Arbeitskreis Asyl ab 14.30 Uhr an den Spielplatz im Oberen Tal ein. Interessenten sind willkommen. Im September findet wiederum eine interkulturelle Woche mit dem Internationalen Arbeitskreis Altensteig statt. Am 28. September wird ein Fest der Begegnung zum "Tag des Flüchtlings" in der Volkshochschule gefeiert.

Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in der Integration kann Kontakt aufgenommen werden mit Gemeindediakon Gerd Gauß unter gerd.gauss@altensteig.de oder über das Integrationsbüro, Mittleres Schulhaus. Marilena Anton ist unter 0176/ 60 19 90 31 und Marianne Lindner unter 0152/54 27 40 49 erreichbar.

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