Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Altensteig (Württ.) Besucher erwartet "Sagenhafte Märchenwelt"

Von
Alle Hände voll zu tun haben das Team um Museumleiterin Birgitta Dieterle (im Foto ganz oben), die Mitarbeiter des Betriebshofs und die ehrenamtlichen Helfer. Denn am 29. November öffnet die "Sagenhafte Märchenwelt" im Schlossmuseum. Foto: Sannert

Altensteig - "Die Idee schwirrt schon lange in meinem Kopf herum", beschreibt Museumsleiterin Birgitta Dieterle, wie sie darauf gekommen ist, ins Museum im Alten Schloss zu einer Märchenausstellung einzuladen.Von 29. November bis 19. Januar werden die Besucher in eine "Sagenhafte Märchenwelt" entführt. In dieser Zeit können sie hautnah miterleben, wie Frau Holle in dem historischen Gemäuer die Betten ausgeschüttelt, wie Tauben Linsen und Erbsen sortieren, um dem armen Aschenputtel zu helfen, wie die böse Hexe von Hänsel und Gretel verbrannt und wie aus Stroh Gold gesponnen wird.

Vor sieben Jahren hat Birgitta Dieterle die Leitung des Schlossmuseums übernommen. In dieser Zeit hat sie viele ihrer Ideen in Sonderausstellungen zu Ostern und zu Weihnachten umgesetzt. Manche ließen sich einfacher realisieren als andere. Bei der Märchenausstellung dauerte es etwas länger, bis es soweit war. "Ich wollte nicht nur Bücher und Schallplatten ausstellen", erklärt die Museumsleiterin, die in den vergangenen Jahren zu vielen Leihgebern und Museen enge, vertrauensvolle Kontakte aufgebaut hat. Diese hat sie auch jetzt wieder genutzt, um an zum Teil seltene Exponate heranzukommen.

Der Rundgang durch die Weihnachtsausstellung beginnt in der "Märchenstube". Dort darf der Besucher auf einem gemütlichen Sofa oder in der gemauerten Fensternische Platz nehmen und seine Nase in vielerlei Märchenbücher stecken. Er kann sich aber auch zurück lehnen und sich die sagenhaften Geschichten von einer Märchenerzählerin im Thronsessel vorlesen lassen. Für die Kinder gibt es außerdem Bastelangebote rund um das Thema Märchen.

Durch den "finsteren Wald" führt der Weg die Museumsbesucher vorbei an gefährlichen Tieren, furchteinflößenden Hexen und an den Märchenfiguren "Brüderchen und Schwesterchen" und "Schneeweißchen und Rosenrot". Oben angekommen können die Gäste ein kunstvoll verziertes Theater aus dem 19. Jahrhundert samt unterschiedlichen Märchenkulissen bewundern. Auf dieses Schmuckstück der Ausstellung ist die Museumleiterin besonders stolz.

Ein Jahr nach dem Grimm-Jahr wird den Gebrüdern Grimm, die mit ihrer weltberühmten Sammlung maßgeblich zur Popularität der Märchen beigetragen haben, im Altensteiger Schlossmuseum eine ganze Etage gewidmet. Die Besucher erfahren hier nicht nur, wo die Erzählungen herstammen, die Jacob und Wilhelm Grimm 1812 in ihrer Erstausgabe "Kinder- und Hausmärchen" veröffentlicht haben. Es wird auch deutlich gemacht, dass den Brüdern der Durchbruch erst 13 Jahre später mit der "Kleinen Ausgabe" gelang. Die 50 ausgewählten Märchen, die das Märchenbüchlein enthält, ist mit Illustrationen des jüngeren Bruders Ludwig Emil Grimm geschmückt.

In der nächsten Etage des Museums findet sich der Gast inmitten verschiedener Märchenszenen wider. Dort kann er miterleben, wie Goldmarie bei "Frau Holle" die Betten ausschüttelt und wie weiße Tauben "die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen" sortieren, während "Aschenputtel" weinend am Grab ihrer Mutter kniet. Derweil dreht "Dornröschen" fleißig am Spinnrad, und "Hänsel und Gretel" brechen sich ein Stück vom Lebkuchenhäuschen ab.

Doch es gibt ja nicht nur die Märchen der Gebrüder Grimm. Märchenerzählungen kennt man in fast allen Ländern der Erde und in allen Sprachen. Und so ist das oberste Stockwerk im Schloss Märchensammlern und Märchenerzählern gewidmet. Einer von ihnen ist der Däne Hans Christian Andersen, der bei der Weihnachtsausstellung mit "Des Kaisers neue Kleider" vertreten ist. "Väterchen Frost“ und die Hexe "Baba Jaga" repräsentieren die russischen Märchen. Wilhelm Hauff und sein "Kaltes Herz", das im Schwarzwald spielt, dürfen natürlich nicht fehlen. Seine Erzählungen "Der kleine Muck", "Kalif Storch" und "Zwerg Nase" leiten zu den orientalischen Märchen aus "1001 Nacht" über.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.