Die gusseisernen Baumscheiben in der Unteren Stadt werden durch Pflastersteine ersetzt – eine Arbeit, die die Mitarbeiter des Städtischen Betriebshofs derzeit nur ausführen können, weil der Winter auf sich warten lässt. Foto: Sannert

Liegengebliebenes wird aufgearbeitet. Betriebshof nutzt Verspätung des Winters für Sicherheitstraining.

Altensteig - Im vergangenen Jahr war der Winter lang und kalt – in diesem Jahr hat er sich noch gar nicht gezeigt. Für das Team des Städtischen Betriebshofs Altensteig ist das die Gelegenheit, Liegengebliebenes aufzuarbeiten und die Zeit für ein umfassendes Sicherheitstraining zu nutzen.

In der Unteren Stadt werden derzeit die gusseisernen Baumscheiben entfernt. Sie sind witterungsbedingt immer häufiger zu Stolperfallen geworden. Ersetzt werden sie mit Pflastersteinen, die im Kreis rund um die Baumstämme in Schotter gelegt werden. Die Fugen füllen die Männer vom Betriebshof mit einem wasserdurchlässigen Aushubmaterial aus, das die Versorgung des Baums mit ausreichend Frischwasser gewährleistet. Laut Betriebshofleiter Friedheim Schuster lassen sich die Pflastersteine besser pflegen und auch besser reinigen, "und sie sehen auch besser aus".

Neben den Pflasterarbeiten ist das Team derzeit auch damit beschäftigt, im gesamten Stadtgebiet Totholz – abgestorbene Äste oder gar ganze Bäume – auf öffentlichen Plätzen, entlang von Straßen, bei Schulen und Kindergärten und auf den Friedhöfen zu entfernen, um so die Sicherheit von Fußgängern und Fahrzeugen zu gewährleisten. Zum Teil werden Bäume wieder neu gepflanzt. Regelmäßig müssen auch die großen, Bäume, die Stadtgärtner Andreas Schmitz fein säuberlich in einem Baumkataster aufgeführt und durchnummeriert hat, überprüft werden. Eine besondere Herausforderung stellt laut Schuster der Waldfriedhof mit seinem großen Bestand an Kiefern, Tannen und Fichten dar.

Weder im Winter, wenn es darum geht, die steilen Straßen für den Schulbusverkehr und einen Teil der Treppenanlagen in der Stäffelesstadt freizuhalten, noch im Frühjahr, wenn gepflanzt wird und die Straßenschäden des vergangenen Winters beseitigt werden müssen und es gilt, Freibad und Minigolfanlage sowie die Spielplätze herzurichten, noch Sommer, wenn das Betriebshofteam mit mähen beschäftigt ist, bleibt Zeit für ein Sicherheitstraining. Wenn nicht jetzt, wann dann, hat sich Schuster also gefragt und sowohl interne Schulungen als auch Lehrgänge mit externen Experten organisiert, die das Mitarbeiterteam im sicheren Umgang mit dem Freischneider, der Motorsäge oder der Astschere unterweisen und ihnen zeigen, wie man eine Baustelle auf einer befahrenen Straße richtig absichert. Was die Männer auch wissen müssen: Wie lade ich Material richtig und sicher.

Vieles sei in den vergangenen Jahren liegen geblieben, weiß der Betriebshofleiter. Sollte bald Schnee fallen, werden die Arbeiten an den Baumscheiben und in der Gehölzpflege sowie das Sicherheitstraining sofort unterbrochen, erklärt Schuster. Er weiß: "Der Winter ist noch nicht vorbei. Die letzten Winter haben sich immer mehr in den März hinein gezogen."