Wasserversorgung: Stadt kauft für 552 000 Notstromaggregat

Altensteig. Um die Versorgung mit Frischwasser auch dann sicherzustellen, wenn über das Stromnetz keine elektrische Energie mehr erzeugt wird, hat die Stadt Altensteig ein Notstromaggregat gekauft. Kostenpunkt: 552 015 Euro. Gefördert wird die Anschaffung mit 212 625 Euro.

Der Technische Leiter der Stadtwerke, Günther Garbe. erläuterte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats das Prozedere und die erforderliche Eilentscheidung.

Bereits in den Jahren 2019 und 2020 habe man einen Förderantrag gestellt und vom Regierungspräsidium Karlsruhe jedes Mal einen abschlägigen Bescheid erhalten. Bis im Oktober 2020 durchgesickert sei, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe habe ein Förderprogramm aufgelegt, in dem auch Notstromaggregate für die Wasserversorgung enthalten seien.

"Wir haben sofort reagiert und innerhalb eines Tages die positive Nachricht erhalten", freute sich der Stadtwerkeleiter. Auch deshalb, weil man zugesichert habe, die Fördermittel noch im laufenden Jahr abzurufen.

Bürgermeister erteilt Auftrag in einer Eilentscheidung

Das Notstromaggregat wurde sofort ausgeschrieben und Bürgermeister Gerhard Feeß hat in einer Eilentscheidung den Auftrag zur Lieferung erteilt.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es letztlich nur noch darum, das schnelle Handeln nachträglich vom Gremium absegnen zu lassen – was auch so erfolgte.

"Ein gutes Geschäft", lobte Kämmerer Udo Hirrle – und SPD-Fraktionssprecherin Ursula Utters nickte anerkennend. "Die Anschaffung ist sinnvoll".

Dominik Bitzer wunderte sich, wie schnell die Stadt doch an Informationen komme. Man sei in etlichen Gremien vertreten und habe viele Kontakte, lautete die Antwort für den "Windhundbetrieb".

AfD-Stadtrat Marcus Lotzin bat um Aufklärung, warum ein solches Notstromaggregat auf jeden Fall angeschafft werden müsste.

"Die Alternative möchte ich mir lieber nicht vorstellen", bekam er von Garbe zu hören, der sich noch gut an die Auswirkungen des Orkantiefs Lothar im Dezember 1999 erinnern konnte.

Die Wasserleitungen müssten luftdicht abgeschlossen sein, ergänzte Feeß, beim Stromausfall würde die Gefahr bestehen, dass sie verkalken.