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Altensteig (Württ.) Ape inspiriert Paul zu einer Bilderserie

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Der Altensteiger Künstler Wolfram Paul hat der Ape eine ganze Bilderserie gewidmet. Foto: Buchner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Matthias Buchner

Altensteig. Die Ape hat es Wolfram Paul angetan. Etwa zehn Jahre ist es her, dass der Altensteiger Realschullehrer im Toskana-Urlaub auf den dreirädrigen Pritschen-Motorroller aus dem Hause Piaggio aufmerksam wurde. Seither hat er die "Biene" – so die Übersetzung von "Ape" aus dem Italienischen – immer wieder gemalt. Rund 15 Motive sind so entstanden. Sieben davon zieren nun das 256-seitige Buch "Piaggio Ape – die fleißige Schwester der Vespa", das der Freiburger Chirurg und Autor Günther Uhlig dem Lastendreirad gewidmet hat.

Sein Traum: Mit der Ape über die Alpen

Wolfram Paul unterrichtet Kunst und Technik – eine Kombination, die sich nicht von vornherein aufdrängt, die es dem Dreiradroller aber ermöglichte, den Altensteiger gleich zweifach für sich einzunehmen. Da ist zum einen die technische Seite – der Erfindungsreichtum, der die Hersteller der Vespa dazu bewog, einen Motorroller mit einem dritten Rad, einer Ladepritsche und einer Fahrerkabine auszustatten. Und da ist das künstlerische Potenzial des Vehikels, das den Maler und Grafiker zu einer ganzen Bilderserie inspirierte. Meist in Acryl, teils auf strukturierten Untergründen, malte Paul den Motorroller in toskanische Landschaften hinein, in Höfe und Olivenhaine. Realistische Bilder mischen sich mit eher fantastischen Darstellungen – die Ape mit einem Esel an Bord, mit einem "Stück Toskana" und mit dem Matterhorn auf der Ladefläche. "Das geht auf einen alten Slogan zurück: ›Weg mit den Alpen, freie Sicht zum Mittelmeer‹ ", erklärt Wolfram Paul.

Sein Traum sei es, direkt im Werk in Pontedera eine Ape zu erwerben und diese dann über die Alpen nach Altensteig zu fahren, wo sie ihm als mobiles Atelier und Galerie dienen soll. Erste Erfahrungen hat Paul bereits gesammelt: Vor der Haustür in Altensteig steht bereits ein dreirädriger Motorroller – allerdings ein "Ercolino" vom Konkurrenten Moto Guzzi.

Das Gefährt ist nachwie vor im Einsatz

Günther Uhlig entdeckte Wolfram Pauls Gemälde im Internet. Nachdem er sich bereits ausführlich mit der Vespa auseinandergesetzt hatte, nahm der gelernte Mediziner und freie Journalist die Sisyphosarbeit auf sich, die Geschichte der Ape zu recherchieren und "das weltweit erste Buch, das die 70-jährige Modellgeschichte der Ape mit all den Hintergrundinformationen, mit Bildmaterial und vielem mehr zum Inhalt hat" zu verfassen, wie es im Vorwort des großzügig illustrieren Bands heißt.

Dass die Ape überhaupt das Licht der Welt erblickte, war der schieren Nachkriegsnot geschuldet. Dass sie heute Kultstatus genießt, ist sicher der Nostalgie geschuldet und dem Umstand, dass sie untrennbar mit Zeiten des Aufschwungs verbunden ist. Das eigentliche Wunder aber ist, dass sie heute noch nicht nur produziert, sondern auch gekauft und eingesetzt wird – von Händlern, Handwerkern, Landwirten und sogar Feuerwehren. Wer mehr darüber wissen möchte: Günther Uhligs "Piaggio Ape – die fleißige Schwester der Vespa" ist im Motorbuch-Verlag erschienen und im Buchhandel für 29,90 Euro zu haben.

 
 

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