Zum symbolischen Auftakt der Aktion "Stadtradeln" trafen sich Bürgermeister Gerhard Feeß (von links), Studentin Vivien Renz, die bei der Stadt ein Praktikum absolviert, Ortwin Egner, Auszubildende Marie-Madlen Rieß und Otto Reichert – wie Egner Mitglied der Radabteilung des TSV Altensteig – mit ihrem Zweirad auf dem Rathausvorplatz.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Stadtradeln: Altensteig beteiligt sich an bundesweiter Aktion / Stadt verfolgt Radverkehrskonzept

Altensteig beteiligt sich zum ersten Mal am bundesweiten Wettbewerb "Stadtradeln". Die Kampagne für Gesundheit und ein gutes Klima geht über drei Wochen. Zwölf Teams haben sich bereits registrieren lassen. Außerdem plant die evangelische Kirche einen Radgottesdienst im Schlossgarten.

Altensteig. Worum geht es beim Stadtradeln? Wer kann mitmachen? Wann wird geradelt? Wo melde ich mich an? Diese und andere Fragen werden in einem Flyer beantwortet. Jeder ist aufgerufen, 21 Tage lang in die Pedalen zu treten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man zur Arbeitsstelle fährt, privat unterwegs ist, einen Ausflug ins Grüne unternimmt oder sich auf Einkaufstour befindet – ob allein oder mit anderen.

Zwölf Teams haben sich bereits registrieren lassen. Die Diakoniestation Altensteig macht mit, die Volksbank Nordschwarzwald ist dabei, Flaigs Süßer Laden, der CVJM Walddorf und Auszubildende des Rathauses. Die zurückgelegte Strecke wird notiert. Wer sich die App (www.radar-online.net/registrieren) nicht kostenfrei auf das Smartphone herunterladen kann oder will, kann sich den Kilometer-Erfassungsbogen auch an der Zentrale des Altensteiger Rathauses abholen. Um organisatorische Abläufe der Aktion kümmern sich drei Auszubildende der Stadtverwaltung – Lea Müller, Marie-Madlen Rieß und Fabienne Finkbeiner.

Für Bürgermeister Gerhard Feeß ist Radfahren – er selber ist ein leidenschaftlicher Biker – nicht nur gut für die Gesundheit und Fitness, sondern ein Beitrag zum Schutz der Umwelt. Als zertifizierte European Energy Kommune würde man sich seit Jahren aktiv für die Verringerung des CO2-Ausstoßes einsetzen. Mit der Teilnahme am Stadtradeln wolle man außerdem zeigen, dass die Verkehrswende alles andere als Verzicht bedeute. Deshalb verfolgt die Stadt mit der Aktion ein weiteres Ziel – die Ausarbeitung eines Radverkehrskonzeptes für den innerstädtischen und touristischen Verkehr in Altensteig.

Wo gibt es Defizite, wo Potenziale, welche Maßnahmen sollten oder könnten ergriffen werden? Eine aktive Beteiligung liege nicht nur der zuständigen Arbeitsgruppe am Herzen, sondern auch dem Freiburger Büro "endura kommunal", das mit dem Ist-Zustand der Radwege und der Radwegführung befasst ist. Der Förderbescheid des Landes Baden-Württemberg "liegt inzwischen vor", informiert Pressesprecher Sascha Wittich. Verbesserungsvorschläge können über unterschiedliche Wege eingereicht werden: Entweder man füllt in der Zentrale des Rathauses nach vorheriger Anmeldung ein Formular aus oder man schickt eine E-Mail an radverkehr@altensteig.de und geht dabei zum Beispiel auf Verkehrsbeschilderungen, ausreichende Beleuchtung, Markierung von Fahrbahnen, störende und gefährliche Stellen für Radfahrer und anderes mehr ein. Bekannt geworden ist, dass die Evangelische Kirchengemeinde Altensteig am Sonntag, 27. Juni, ab 10 Uhr zum Fahrradgottesdienst in den Altensteiger Schlossgarten einlädt. Dabei wirkt die Stadtkapelle mit.

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