Das Abwasser aus Wenden wird über Wart in die Kläranlage nach Altensteig gepumpt. Symbolbild. Foto: Fritsch

Warter klagen über Geruchsbelästigung durch Wendener Abwasser.

Altensteig-Wart - Seit zwei Monaten wird das Abwasser aus Wenden über Wart in die Kläranlage nach Altensteig gepumpt. Anlieger beschweren sich seither über eine Geruchsbelästigung. Doch trotz intensiver Suche wurde die Ursache noch nicht gefunden.

1,6 Kilometer lang ist die Druckleitung, die vom einstigen Klärwerk in Wenden nach Wart hinauf führt. Bevor Fäkalien, Schmutz- und Regenwasser die geschlossene Leitung passieren können, muss das Gemisch zerkleinert werden. Erst wenn sich eine gewisse Menge angestaut hat, springt die Pumpe an und befördert das Abwasser weiter.

Im Panoramaweg in Wart mündet die neue Leitung in einen Übergabeschacht. Von dort geht es nur noch bergab.

Das Abwasser durchquert ganz Wart in einem offenen System mit Schächten und Straßeneinläufen. Und genau aus diesen drang in den vergangenen Wochen ein unangenehmer Geruch, der sich wegen der hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage noch verstärkt hat.

Anwohner haben sich bei der Stadtverwaltung in Altensteig und der Ortschaftsverwaltung in Wart über die Geruchsbelästigung beschwert.

Feeß: "Wir habensofort reagiert"

"Wir haben sofort reagiert und die Kanäle durchgespült", erklärt Bürgermeister Gerhard Feeß bei einem Pressegespräch mit Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler und Dirk Greiser vom Tiefbauamt in Altensteig. Die drei haben sich nun gemeinsam auf die Suche nach der Ursache gemacht, sind in ständigem Kontakt, um verschiedene Maßnahmen zu koordinieren.

Weil das Durchspülen der Leitungen in Wart nichts gebracht hat, wurde das Landratsamt informiert. Bürgermeister Schuler hat zudem das Ingenieurbüro, das den Bau der Druckleitung geplant hatte, eingeschaltet. Es wird nun die Intervallschaltung der Pumpe überprüfen. Dirk Greiser hat zudem Messungen im zweitägigen Rhythmus veranlasst. Für die nächsten Tage ist auch noch eine Kamera-Befahrung der Leitung geplant.

"Wir haben mit verschiedenen Maßnahmen versucht, die Ursache zu beseitigen, haben aber bis jetzt noch nichts gefunden", macht Bürgermeister Feeß deutlich. Und sein Kollege aus Ebhausen versichert: "Wir wollen das Ganze so schnell wie möglich geklärt haben – so etwas darf einfach nicht passieren".

Druckleitung und Pumpe seien schließlich keine Neuentwicklung sondern in vielen Orten Standard. In anderen Ortsteilen der Stadt funktionierten sie störungsfrei, versichert Feeß. Beide sind sich deshalb sicher, das Problem mit vereinten Kräften in den Griff zu bekommen.