Die Ampeln könnten bald aus der Ortsdurchfahrt in Altensteig verbannt werden. Kreisel sollen für einen besseren Verkehrsfluss – allerdings ohne Schwerlastverkehr – sorgen. Foto: Sannert

Stadtbaumeister Hermann Unsöld stellt Geschäftsleuten Möglichkeiten für die B 28 vor.

Altensteig - Eine Ortsdurchfahrt ohne Schwerlastverkehr, mit breiten Gehwegen und Parkflächen vor den Geschäften und einem großen Veranstaltungsplatz vor dem Rathaus – so stellt sich Stadtbaumeister Hermann Unsöld die Bundesstraße 28 nach ihrem Umbau vor.

Den Ausbauplan hatte er zur Hauptversammlung des Werberings Altensteig mitgebracht. Dass es sich dabei lediglich um einen vorläufigen Plan handle, der so noch nicht zu Ende diskutiert und auch noch nicht genehmigt ist, das betonte er bei seiner Präsentation.

Der Plan sieht vor, die Bundesstraße zwischen dem Ankerkreisel und dem Ortsschild in zwei Abschnitte zu teilen, mit einer Verschwenkung samt Insel in der Mitte. Raser sollen so gebremst werden. Die Ortsdurchfahrt soll für den Schwerlastverkehr gesperrt und mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer versehen werden. Es ist vorgesehen, die Fahrbahnbreite von 7,50 auf 6,50 Meter zu verringern, um die Gehwege zu verbreitern. Dort, wo es möglich ist, sollen entlang der Straße Parkplätze entstehen. Der Marktplatz soll mit dem Rathausplatz zu einem großen Platz, ohne Parkflächen, Poller und Ampelregelung, verbunden werden. Dort ist, wie an verschiedenen anderen Stellen auch, eine Querungshilfe für Fußgänger eingeplant.

Für den Busverkehr soll eine neue Wendemöglichkeit an der Ortsausfahrt Richtung Erzgrube samt Parkplätzen geschaffen werden. Unsöld kann sich vorstellen, dass die Vorfahrtssituation so geändert wird, dass der Verkehr aus Simmersfeld gegenüber dem aus Erzgrube künftig vorfahrtsberechtigt ist. Der Schwerlastverkehr aus Richtung Simmersfeld könnte dann besser über einen Kreisel zur Ortsentlastungsstraße und so um Altensteig herum geleitet werden. An der Sternenbrücke sei eine Linksabbiegespur möglich.

Um die Lärmbelästigung in der Pfalzgrafenweiler Straße erträglicher zu machen, schlug Unsöld vor, den Beginn der Ortsdurchfahrt gleich bei den ersten Häusern besser kenntlich zu machen und so den Verkehr zu bremsen. Die Kaufhausbrücke müsse, so Unsöld, erneuert werden. Ein Minikreisel oder ein großer Kreisel könnte auch dort den Verkehrsfluss besser lenken.

Auf 6,5 Millionen Euro schätzt der Stadtbaumeister die Kosten für die Maßnahmen. Finanziert werden könnten sie entweder über die Stadtsanierung oder den Ausgleichsstock, machte Bürgermeister Gerhard Feeß deutlich. Anträge werden frühestens 2013 gestellt, Geld werde frühestens 2014 fließen, hieß es. Doch davor steht jetzt erst einmal ein Gespräch mit dem Regierungspräsidium an.

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