Die neuen Mitglieder des Biosphärennetzwerks sind die Alte Schmiede, vertreten durch Ortsvorsteher Klaus Wetzel, und die Freiburger Gästeführerin Barbara Schneider-Wood (grün), daneben Mundenhof-Geschäftsführerin Susanne Eckert als Vertreterin der Stadt Freiburg und BGS-Geschäftsführer Florian Kübler sowie Bürgermeisterin Marion Isele (rechts). Christoph Faller bearbeitet ein glühendes Eisenstück. Foto: Christoph Schennen

Die „Alte Schmiede Mambach“ ist nun Partner des Biosphärengebietes Schwarzwald. Sie erhofft sich dadurch mehr Besucher für das Schaudenkmal.

Der Verein „Alte Schmiede Mambach“ ist nun offizieller Partner des Biosphärengebiets Schwarzwald (BGS). Das Biosphärengebiet Schwarzwald ist ein Stabstelle des Regierungspräsidiums Freiburg. Jan-Hendrik Faßbender, Koordinator der Partnerinitiativen und stellvertretender Geschäftsführer des BGS, überreichte Klaus Wetzel, Ortsvorsteher und Kassierer des Vereins, am Freitagnachmittag in der Schmiede eine Urkunde. In dem Dokument heißt es: „Die „Alte Schmiede Mambach“ zeichnet sich durch außerordentlich hohe Qualitätsstandards in den Bereichen Regionalität, Naturschutz und Nachhaltigkeit sowie Service aus. Sie übernimmt damit als Partner und Botschafter im Biosphärengebiet Schwarzwald eine Vorbildfunktion.“

 

Um Mitglied im Netzwerk zu werden hat die Kultureinrichtung einen Vertrag mit der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwarzwald geschlossen. Die Mitgliedschaft kostet 100 Euro im Jahr. Am Freitag wurde auch Barbara Schneider-Wood mit ihrem Unternehmen „gut gell“ in das Netzwerk aufgenommen. Die Frau bietet samstags Münstermarkt-Frühstückstouren in Freiburg an, bei denen Bürger auf dem Wochenmarkt die kulinarischen Schätze der Region kennenlernen.

Gemeinschaftliches Handeln unterstützen

33 Partner sind Mitglied im Netzwerk. Sie kommen aus den Bereichen Kulturbetriebe/Museen, Bildung, Gastronomie, Handwerk und Direktvermarktung. „Wer Partner des Biosphärengebietes ist, steht mit seinem Unternehmen für Nachhaltigkeit, Qualität und eine tiefe Verbundenheit mit der Kulturlandschaft des Schwarzwalds, den Einwohnern sowie den Gästen“, sagte Biosphärengebiets-Geschäftsführer Florian Kübler. „Um die besondere Landschaft und das kulturelle Erbe zu erhalten, arbeiten die Partner nach festgelegten Qualitätsstandards und machen damit eine zukunftsfähige Entwicklung des Biosphärengebietes möglich. Wir wollen auch das gemeinschaftliche Handeln in der Region unterstützen.“ Zu den Werten, die das Partnerprogramm prägen, gehörten Engagement für die Natur und Kultur des Schwarzwaldes, nachhaltiges Handeln, Zukunftsfähigkeit, Servicequalität, die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und die Stiftung von Identität.

„Herzensprojekt des Ortschaftsrats“

Die Entscheidung, ob eine Initiative Mitglied im Netzwerk werden kann, trifft der Vergaberat, in dem Vertreter des Tourismus, der Wirtschaft und der Mitgliedsinitiativen sitzen. Nach drei Jahren prüft das Biosphärengebiet, ob das Mitglied rezertifiziert werden kann. In den letzten Monaten seien einige Zertifikate verlängert worden, so Kübler.

Bürgermeisterin Marion Isele findet es toll. dass eine alte Tradition wie das Schmiedehandwerk fortbesteht. „Für die Schmiede ist es eine Chance vorwärtszukommen.“ Klaus Wetzel hofft, dass durch die Biosphäreninitiative mehr Besucher in die Schmiede kommen. „Die Schmiede“, so Wetzel, „ist ein Herzensprojekt des Ortschaftsrats und der Mitglieder des Vereins.“

Werner Radfelder erklärte den Mitarbeitern des Biosphärengebiets dann noch, welche Arbeiten in der Schmiede erledigt wurden und mit welchem Instrument die Schmiede die Größe von Eisenringen ermittelt haben.

Christoph Faller schmiedete eine Blume und betonte, dass die Schmiede ausschließlich Wiedener Kohle benutze, um das zu bearbeitende Eisenstück zum Schmelzen zu bringen. „Sie hat keinen Schwefelanteil“, erklärte Faller. Gottfried Maier zeigte den Besuchern dann noch das Obergeschoss, wo die Schmiedefreunde einen neuen Dachstuhl errichtet haben. Dort sind auch einige schmiedeeiserne Haushaltsgeräte zu sehen. Auch die kleine Wohnstube der Bewohner des Schmiedehauses wurde besichtigt.

Das nächste Ambosstreffen ist am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr. Neben dem geselligen Beisammensein besteht die Möglichkeit, sich an der Esse zu versuchen.