Der Gemeinderat bemustert eine Auswahl an Steinen, die für den Vorplatz der Alten Kirche vorgesehen sind. Foto: Stöhr

Wie soll der Vorplatz an der Alten Kirche aussehen? Der Gemeinderat Fluorn-Winzeln warf einen Blick auf verschiedene Steinmuster und beriet über weitere Themen.

Mit einem Vor-Ort-Termin an der Alten Kirche startete der Gemeinderat seine jüngste Sitzung. Die Umgestaltung und Aufwertung des dortigen Vorplatzes ist schon seit längerem im Gespräch und soll nun langsam konkretere Formen annehmen.

Zur Bemusterung der Steine für den Vorplatz war Landschaftsarchitekt Alexander Gräßle vom Planungsbüro „Faktor Grün“ gekommen. Er erklärte den Räten die Eigenschaften und Besonderheiten der verschiedenen Muster. Der Gemeinderat durfte sich einen Favoriten aussuchen. Die Entscheidung sei wichtig, um die Ausschreibung vorzubereiten, damit die Maßnahme im Herbst beginnen kann, erklärte Bürgermeister Rainer Betschner.

Solarstrom vom Feld

Anschließend ging es im Sitzungssaal des Rathauses weiter. Ein wichtiges Thema der Sitzung war die Konzeption zur Ausweisung von Vorrangflächen für Photovoltaikanlagen im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Oberndorf, Epfendorf und Fluorn-Winzeln.

Das Empfinger Büro Gfrörer war damit beauftragt worden, einen Suchlauf nach geeigneten Freiflächen durchzuführen. Die Ergebnisse liegen nun in Form eines Berichts vor. Von der Fläche der Verwaltungsgemeinschaft seien derzeit 0,02 Prozent mit Freiflächen-Photovoltaik (PV) belegt. 0,2 Prozent sind das Ziel. Das entspreche 22 Hektar der Verwaltungsgemeinschaft und somit etwa vier Hektar auf Fluorn-Winzelner Gemarkung.

Hilfe für Senioren

Nach der Anwendung verschiedener Ausschlusskriterien wie Naturschutzgebiete und Abstände von Siedlungsflächen wurden Vorrangflächen für die besondere Eignung mit PV festgelegt und planerisch ausgewiesen. Für Fluorn-Winzeln wurden zwei Flächen untersucht. Einmal bei den Windrädern und eine weitere knapp drei Hektar große landwirtschaftliche Fläche in Winzeln. Bei einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat für die vorgestellte Konzeption.

Zuvor gab die Seniorenbeauftragte Gabriele Schneider Einblicke in ihre vielfältigen Tätigkeitsfelder. Diese reichen von Beratungsangeboten in Bezug auf Pflegegrade oder Vollmachten bis hin zu Kriseninterventionen oder Kontaktvermittlung.

Grundsteuer bereitet Probleme

Ein großes Problem für viele Senioren sei im vergangenen Jahr das Ausfüllen der (digitalen) Grundsteuererklärung gewesen. Der Gemeinschaftsraum im altersgerechten Wohnen in Winzeln sei nun auch ausreichend ausgestattet. Aus dem Gemeinderat und vom Schultes gab es Lob für die Arbeit der Seniorenbeauftragten. Diese gab den Dank zurück für die Einrichtung dieser wertvollen Stelle.

Gemeinde investiert in Kläranlage

Große Investitionen stehen in den kommenden Jahren rund um die Kläranlage an. Seit April laufe die Ausschreibung für den Neubau eines Retentionsbodenfilters, informierte Josef Geiger vom Ingenieurbüro Raidt und Geiger. Das günstigste Angebot stamme von der Firma Bantle aus Bösingen mit einer Summe in Höhe von 1 904 420 Euro. Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der Vergabe zu.

Weitere Kosten in Höhe von etwa 150 000 Euro kommen in diesem Zusammenhang auf die Kommune zu. Für das vorgestellte Vorhaben müssten die vorhandenen Stromleitungen umgelegt werden. Durch eine Vereinbarung der Netze BW mit der Gemeinde können die Kosten aufgeteilt werden. Das Gremium votierte einstimmig für die vorgestellte Variante.